Kinder sexuell missbraucht – Ehepaar muss lebenslang hinter Gitter

Ein Gericht in den USA hat ein Ehepaar zu insgesamt 880 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Paar wurde wegen Entführung und sexuellen Missbrauchs von Kindern im US-Bundesstaat New York schuldig gesprochen.

Nicole Vaisey und ihr Partner Stephen Howells hatten vor dem Urteil zugegeben, zwei Mädchen der religiösen Gemeinschaft der Amish verschleppt und sich an insgesamt sechs Kindern vergangen zu haben. Nach Darstellung der Behörden wurden die Opfer unter Drogen gesetzt und während sexueller Handlungen gefilmt.

Richter Glenn Suddaby verhängte gegen das Paar die Höchststrafe und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft: 580 Jahre Haft für Howells in 21 Anklagepunkten und 300 Jahre für Vaisey in zehn Anklagepunkten.

Mädchen entkamen

Der 40-Jährige Howells sagte laut einem Bericht der Zeitung „Syracuse Post-Standard“ aus, dass er die naive Vaisey ausgenutzt und sie für seine eigenen sexuellen Begierden „um den kleinen Finger gewickelt“ habe.

Laut der Staatsanwaltschaft endeten die Verbrechen, als das Paar im Zusammenhang mit der Entführung der zwei Amish-Mädchen festgenommen wurde. Die Mädchen waren nach einem Tag in der Hand ihrer Peiniger freigekommen.

Suddaby berücksichtigte die Freilassung der Opfer in seinem Spruch nicht und folgte damit der Theorie der Staatsanwaltschaft, wonach das Paar die Mädchen als Sexsklavinnen gehalten hätte, falls es den Bau einer schalldichten Zelle in seinem Haus schon fertiggestellt hätte. Zudem wies er das Argument Vaiseys zurück, wonach sie eine willenlose Sexsklavin ihres Lebensgefährten Howells gewesen sei.

„Die größte Bedrohung, über die sich Eltern jeden Tag sorgen machen“

Die Anwälte des Paars forderten im Prozess geringere Haftstrafen und verwiesen darauf, dass ihre Mandanten in ihrer Vergangenheit selbst sexuell missbraucht worden seien.

An die Adresse Howells sagte der Richter indes: „Sie sind die größte Bedrohung, über die sich Eltern jeden Tag sorgen machen. Sie sind der Alptraum, der für Kinder nie vergeht.“

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