Ein Jugendleiter als Kinderschänder – Helge B. missbrauchte zwei Jungen

Nach außen gab er den fürsorglichen Jugendbetreuer. Doch dann nutzte Helge B. seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Leiter einer kirchlichen Jugendgruppe aus, um sich an seinen Schützlingen sexuell zu vergreifen. Seit Montag wird dem 42-Jährigen vor dem Landgericht der Prozess gemacht.

Die Taten liegen schon einige Jahre zurück. Zwischen 2006 und 2011 soll Helge B. sich 108 Mal an zwei Jungen vergangen haben, die zu Beginn erst zehn bzw. elf Jahre alt waren. B. erkaufte sich ihr Vertrauen, indem er die Jungen zu sich nach Hause einlud, mit ihnen Verstecken spielte und Kissenschlachten veranstaltete. Sogar in den Urlaub fuhr er mit ihnen.

Außerdem ließ er sie an seinem Computer spielen. Die Jungen saßen dabei auf seinem Schoß. In der Anfangszeit streichelte er die Kinder nur am Rücken. Im Laufe der Monate rutschte seine Hand immer tiefer, bis er sie am Penis befummelte und sich parallel dazu selbst befriedigte. Den durchs Computerspiel abgelenkten Kindern wurde erst mit Beginn der Pubertät bewusst, dass das nicht richtig war.

Der rothaarige Angeklagte, der jetzt eine Therapie macht, ließ seinen Anwalt erklären, er sei homosexuell und pädophil. „Ich habe mir lange eingebildet, diese Neigung und die Arbeit mit den Jugendlichen auseinanderhalten zu können.“ Über die möglichen Folgen für die Jungen habe er sich keine Gedanken gemacht. Der Prozess wird fortgesetzt.

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