Unfassbar: Kaum in Freiheit, soll sich Wilfried K. (66) erneut an Kindern vergriffen haben. Er sitzt in U-Haft – Grund: Fußfessel von Kinderschänder funktionierte nicht

Köln – Polizeiliche Dauer-Überwachung und eine elektronische Fußfessel sollten Kinderschänder Wilfried K. (66), der sieben Jungen (7 bis 13) und seinen eigenen Sohn missbrauchte, von erneuten Übergriffen abhalten.

Doch die Auflagen des Kölner Landgerichts griffen nicht lückenlos! „In einem Fall“, so die Duisburger Staatsanwältin Jennifer König, sei der „Kontakt der Fußfessel verloren gegangen“.

Ob durch K. mutwillig herbeigeführt oder technischer Defekt, werde noch untersucht.

K. war nach 23 Jahren in Haft und Maßregelvollzug aus dem Porzer Psycho-Knast entlassen worden, zog nach Oberhausen. Weil von ihm eine hohe Rückfallgefahr ausging, trug er aus Sicherheitsgründen eine Fußfessel. So hätte die Polizei bei einer möglichen Flucht per GPS-Signal stets einen Standort ausmachen können.

Zwei Monate nach seiner Freilassung wurde der von Experten als unheilbar eingestufte Triebtäter festgenommen – weil er am Hauptbahnhof von Oberhausen vier Jungen (alle 14) begrapscht haben soll. Seitdem sitzt der Wiederholungstäter in U-Haft.

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