Jetzt kommt er endlich vor Gericht! Prozess gegen Lisas Killer beginnt im August – Über 40 Zeugen geladen

Knapp zehn Monate nach dem Mord an einer jungen Mutter Lisa (†20) muss sich Dominik R. (23) vor Gericht verantworten. Er hat mit dem Opfer einen gemeinsamen Sohn.

Das Landgericht Passau ließ die Mord-Anklage zu – wies aber darauf hin, dass auch eine Verurteilung wegen Totschlags in Betracht komme.

Der Vorwurf: Dominik R. soll seine Ex-Freundin im Herbst im niederbayerischen Freyung mit mehreren heftigen Messerstichen getötet haben. Anschließend floh er mit dem gemeinsamen, damals 18 Monate alten Sohn Luca ins Ausland.

►Spanische Spezialkräfte stürmten im November 2016 schwer bewaffnet eine Ferienwohnung im Küstenort Lloret de Mar! Die Männer nahmen Dominik R. fest und befreiten den Sohn – das Ende einer 1500 Kilometer langen Flucht.

Anfang Dezember lieferten die spanischen Behörden den Verdächtigen nach Deutschland aus. Er schweigt zu den Vorwürfen.

Die Anklage geht davon aus, „dass der Angeklagte die Arg- und Wehrlosigkeit der Getöteten, die sich im Schlafzimmer befunden habe, ausgenutzt habe“. Mit dem Messer soll der Mann der 20-Jährigen mehrfach in Hals und Kopf gestochen haben.

Einige Stiche hätten bis zur Halswirbelsäule gereicht, Zähne und Knochen seien gesplittert. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hat der damals 22-Jährige aus niedrigen Beweggründen gehandelt. Grund: Er habe nicht hinnehmen wollen, dass die Frau einen anderen Partner hatte und der neue Freund die Vaterrolle für den Sohn übernehmen sollte.

Der Prozess beginnt am 22. August. Es sind 13 Verhandlungstage geplant und 42 Zeugen sowie vier Sachverständige geladen. Die Eltern der Getöteten und der Sohn sind Nebenkläger.

Eine fürchterliches Verbrechen

Nachbarn in Freyung hörte das Paar immer wieder streiten, Dominik drohte mit dem Anwalt. Sie beharrte auf ihrem alleinigen Sorgerecht und brachte dann auch noch einen neuen Mann ins Spiel. Da drehte Dominik wohl durch, soll die Frau Ende 2016 umgebracht haben, setzte sich ab …

Bizarr: Dominik R. hatte seine Familie in einer SMS-Nachricht darüber informiert, dass er noch ein paar Tage Urlaub machen und sich dann stellen wollte.

Die junge Frau galt bereits länger als vermisst. Am 11. November ließ Lisas besorgte Mama die Wohnung öffnen. Doch außer einem leicht fauligen Geruch fiel den Polizisten nichts auf.

► Am Tag darauf kehrte die Mutter zurück und stieß bei ihrer Suche auf den gut versteckten Plastiksack mit der Leiche ihrer Tochter. Eine Nachbarin zu BILD: „Gegen halb elf hörte ich ihren markerschütternden Schrei.“

Laut Obduktionsbericht war Lisa bereits sieben bis 20 Tage tot, als sie gefunden wurde.

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