Vater tötet und kocht eigenes Kind – und verfüttert es an Obdachlose

Ein Bulgare beging in Athen ein brutales Verbrechen am eigenen Kind. Der drogensüchtige Vater ermordete seine vierjährige Tochter und schlachtete sie. Er verwischte alle Spuren. Erst eine Aussage aus seinem direkten Umfeld brachte die Ermittler auf seine Spur. Nun beschäftigt der Fall auch Griechenlands Politik.

Ein Bulgare beging in Athen fast das perfekte Verbrechen am eigenen Kind. Der drogensüchtige 27-jährige Savvas (Stanislav) B. ermordete seine vierjährige Tochter Anny B., wie erst jetzt herauskam, bereits vor dem orthodoxen Osterfest am 12. April. Die Mutter, die 25-jährige Dimitrina B., weilte zu jener Zeit für einen Monat bei einem Freund in Deutschland.

Sie flehte: „Komm mich abholen!“

Bei ihrer Rückkehr fehlte das Kind. Sie gab am 21. April eine Vermisstenanzeige auf und führte die Polizei mit falschen Angaben zunächst in die Irre. Sie gab an, das Kind einer ominösen Sylvia zum Aufpassen überlassen zu haben. Diese habe sie regelmäßig auf dem Spielplatz getroffen, gab die Mutter an. Sie konnte jedoch keinerlei Kontaktdaten der Frau angeben.

Der Polizei kam diese Version von Anfang an komisch vor. Sie forschte weiter. Vermisstenanzeigen wurden in Griechenland und im europäischen Ausland geschaltet. Das vierjährige Mädchen hatte bis vor wenigen Monaten bei den Eltern der Mutter in Bulgarien gelebt. Der Großvater gab an, seine Enkelin habe ihn angefleht, „komm mich abholen.“

Chlor beseitigte die Blutlachen

Auf die richtige Spur kamen die Polizeibehörden erst, als ein Freund des Vaters, ein gewisser Nikolai von Athen aus nach Bulgarien reiste und auspackte. Nikolai ist ebenso wie B. drogensüchtig. Er erklärte den bulgarischen Beamten, dass der Vater im Drogenrausch den Mord gestanden habe. Die Bulgaren alarmierten die Athener Polizei und diese nahm den Vater in die Mangel.

Die griechischen Beamten sind nicht unbedingt dafür bekannt, zimperlich zu sein. Trotzdem konnten sie kaum verarbeiten, was der Vater ihnen ungerührt als Geständnis vorsetzte. Er gab an, in der Karwoche seine vierjährige Tochter getötet zu haben. Um die Spuren zu verwischen hatte er die komplette Kellerwohnung im Viertel Agios Panteleimonas von Athen mit Chlor gereinigt. Auf diese Weise vernichtete er Blutflecken.

Er kochte seine Tochter und verteilte sie in der Stadt

Teppiche und weiteren Hausrat gab er weg oder vernichtete sie. Die Spielsachen des Kindes verkaufte er samt dem Kinderwagen für 55 Euro an einen Bulgaren. Die Fenster hatte er verdunkelt und sämtliche Öffnungen mit nassen Handtüchern abgedichtet. Dann schritt er zum Gipfel seiner ekelhaften Tat.

Er häutete das Kind, zerteilte es und kochte die Leichenteile zwei Tage lang mit Reis und Kartoffeln vermischt. Danach verpackte er das Gekochte in Alu-Folie. Er legte diese Folien an Mülleimern im Zentrum von Athen aus, dort, wo Obdachlose ihr Essen suchen. B. wollte sicher sein, dass keine Spur gefunden wird.

Er hatte bereits Teile der Sanitäranlagen der Wohnung ausgetauscht, als die Polizei ihn aufgriff. „Weißt Du, was Du mir sagst?“, soll der verhörende Kriminalbeamte den Täter entsetzt gefragt haben. Das veröffentlichte Polizeiprotokoll des Dialogs verstört. „Ich will einen süßen Eiskaffee, was zu Essen und meine Ruhe, dann geht es mit gut“, replizierte B.

Die Mutter feierte mit dem Mörder

Die Mutter will von all dem nichts gemerkt haben. Einen Tag vor der Festnahme feierte sie mit dem Mörder in einer Bar im Athener Zentrum. Bekannte des Paares waren entsetzt, weil sie nicht begreifen können, wie Eltern eines verschwundenen Kindes feiern können. Dimitrina B. hielt lange zu ihrem Mann. Sie war mit ihm nach Bulgarien gereist, als B. unter fadenscheinigen Vorgaben seinen Freund Nikolai treffen wollte.

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