Volleyball-Trainer soll 57 Mädchen missbraucht haben

Der Fall eines Volleyball-Trainers, der seit 2006 sieben Mädchen Missbraucht und dutzend weitere belästigt haben soll, wurde nun von Klagenfurt nach Wien verlegt.

Erst vergangenen Mai wurde der nun 60-jährige Johannes H. – der längere Zeit bei einem Wiener Volleyball-Verein tätig war – wegen Verdachts auf schweren sexuellen Missbrauch von Minderjährigen festgenommen. Darüber hinaus soll er im Zuge der vorgeworfenen Straftaten auch pornografisches Bildmaterial hergestellt haben.

Er wurde erst auffällig, als er beim Beachvolleyball-Grand-Slam im Sommer 2016 in Klagenfurt dabei beobachtet wurde, wie er sich an einer Elfjährigen vergriffen hat. Spielerinnen, welche die Annäherungen ganz klar als unsittliches Anfassen erkennen konnten, meldeten den Trainer. Als der Fall öffentlich wurde, meldeten sich zahlreiche andere Opfer.

Antrag auf Verlegung stattgegeben, nun sollen die Opfer befragt werden

Im Juni beantragten der Beschuldigte und die Kärntner Anklagebehörde die Verlegung des Verfahrens nach Wien, wo sich laut Ermittlungen der Großteil der sexuellen Übergriffe abgespielt haben sollen. Diesem Antrag wurde stattgegeben, infolgedessen übernahm die Wiener Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen.

Bis ein Abschlussbericht der Polizei Anfang Oktober vorlag, kam der Fall vorerst zum erliegen. Demnächst soll die Befragung der Opfer und Zeugen beginnen, welche bis Ende November andauern soll. Der 60-Jährige sitzt nach wie vor in U-Haft – aus dem Akt geht hervor, dass er sich teilweise geständig zeigt.

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