Die kranke Gedankenwelt des Herne-Killers: Die Sprachaufzeichnung im Prozess – Die Schock-Botschaft oder wie Hesse es nennt sein „Manifest“

Bochum – Der Killer von Herne nennt es sein „Manifest“: Die Sprachnachricht, die Marcel Heße (19) am Tag seines zweiten Mordes ins Internet stellte, gibt einen gruseligen Einblick in seine kranke Gedankenwelt.

„Jemanden umzubringen ist nur eine Reihe von Bewegungen“, heißt es in der Sprachaufzeichnung. „Die Wunde beizubringen, das Opfer von Abwehr abzuhalten. Den tödlichen Stoß zu geben und darauf zu warten, dass das Opfer benommen wird.“

Am 14. Verhandlungstag verlas ein Sachverständiger und Dolmetscher am Donnerstag die Übersetzung der Sprachbotschaft, die Heße auf Englisch ins Internet gestellt hatte.

 

Marcel Heße (r.) mit seinem Anwalt Michael Emde
© Foto: Stefan Schejok

Zu dem Zeitpunkt hatte er den kleinen Nachbarsjungen Jaden (†9) bereits getötet. Kurz darauf metzelte Heße auch seinen Schulfreund Christopher (†22) nieder.
Um herauszufinden, ob Marcel Heße ein neurologisches Problem hat, soll das Gehirn des Angeklagten untersucht werden. Am 4. Dezember werden die Ergebnisse vorliegen.

Der Prozess wird fortgesetzt.

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