Berliner Straßenmusiker vergewaltigt 15- Jährige Touristin aus Österreich – und muss in Haft

Eine 15-Jährige aus Österreich besucht ihren Vater in Berlin. Sie bummelt durch die Straßen in Friedrichshain, lauscht einem Musiker. Als dieser sie anspricht und ihr Drogen gibt, beginnt für sie eine Tortur.

Ein Straßenmusiker ist wegen Vergewaltigung einer 15 Jahre alten Berlinbesucherin aus Österreich zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 37-Jährige habe die Schülerin zu einem Joint überredet und sich dann an der Schülerin vergangen, begründete das Landgericht der Hauptstadt am Mittwoch. Das Mädchen leide bis heute – fast vier Jahre danach – unter gravierenden psychischen Folgen. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten.

Die damals 15-Jährige war zu Besuch bei ihrem in Berlin arbeitenden Vater, als sie an einem Nachmittag im Februar 2014 bei einem Bummel im Stadtteil Friedrichshain dem Angeklagten begegnete. „Als sie der Musik lauschte, kam sie mit ihm ins Gespräch“, hieß es im Urteil. Der 37-Jährige habe dem Mädchen, das keine Drogenerfahrungen hatte, Marihuana gegeben. Er habe dann vorgeschlagen, in ein leer stehendes Haus zu gehen. Als er sie sexuell attackierte, habe sie sich gewehrt.

Die Schülerin sei zunächst nicht zur Polizei gegangen, sagte der Richter. Wortlos habe sie die Ferienreise abgebrochen. Sie habe sich schließlich einer Ärztin in ihrem Heimatort anvertraut. Diese habe zu einer Anzeige geraten. DNA-Spuren, die im Zuge der Ermittlungen an der Kleidung der Geschädigten entdeckt wurden, führten schließlich im September 2016 zur Verhaftung des Angeklagten.

DNA-Spuren auf dem Hemd und der Jeans

Der Musiker und Tänzer hatte zu Beginn des neunmonatigen Prozesses erklärt, er würde „nie mit einem so jungen Mädchen Sex machen“. Wie DNA-Spuren von ihm auf Hemd und Jeans der Jugendlichen kamen, könne er sich nicht erklären. „Aber wir Musiker haben junge Fans, die uns einfach mal umarmen“, sagte der Angeklagte. Gegen Ende des Prozesses änderte der Mann seine Aussage und sprach von einvernehmlichem Sex.

Die Richter folgten mit dem Schuldspruch wegen Vergewaltigung sowie Überlassens von Betäubungsmitteln an Personen unter 18 Jahren der Anklage. Der Staatsanwalt hatte eine Gesamtstrafe von vier Jahren Haft verlangt. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch.

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