Bekommt der Kindermörder Magnus Gäfgen noch einmal zehn Jahre drauf? Staatsanwaltschaft fordert weitere zehn Jahre Knast

Frankfurt – Bekommt der Kindermörder noch einmal zehn Jahre drauf?

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt fordert Knast-Aufschlag für Kindermörder Magnus Gäfgen (42), berichtet der „Focus“.

Der Mörder des Frankfurter Bankierssohns Jakob von Metzler (11) hatte vergangenes Jahr die Aussetzung seiner Strafe zur Bewährung beantragt.

Am 30. September 2002 wurde Gäfgen festgenommen. Der Jura-Student hatte drei Tage zuvor Jakob in seine Wohnung gelockt, ihn ermordet. Danach hatte er eine Million Euro Lösegeld gefordert, die Leiche an einem See im hessischen Birstein versteckt.

Am 28. Juli 2003 wurde er zu Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. „Lebenslänglich“ bedeutet nach dem Gesetz 15 Jahre. Gäfgen beantragte die Bewährung.

In einem Schuldfeststellungsverfahren wurde geprüft, ob der Kindermörder entlassen werden kann. Ein psychologischer Gutachter untersuchte den Killer in der JVA Kassel II. Ergebnis: negativ!

Laut „Focus“ muss die sozialtherapeutische Behandlung auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden, an seiner Gefährlichkeit hat sich nichts geändert.

Eine anschließende Sicherungsverwahrung ist ausgeschlossen, weil sie im damaligen Verfahren nicht beantragt wurde.

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