Kindesmissbrauch gestanden: Bekommt der Täter so eine geringere Strafe?

Schwerin – Im Prozess gegen einen 43 Jahre alten Mann, dem mehrfacher Kindesmissbrauch zur Last gelegt wird, soll am Montag um 09.30 Uhr vor dem Landgericht Schwerin das Urteil gesprochen werden.

Für den Morgen sind zunächst die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung geplant. Der Angeklagte aus einem Dorf bei Boltenhagen hatte gestanden, sich an seiner anfangs zehn Jahre alten Stieftochter über mehrere Monate hinweg immer wieder vergangen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im vergangenen Jahr über mehrere Monate hinweg in 15 Fällen die zehnjährige Tochter seiner Lebensgefährtin zu sexuellen Handlungen genötigt zu haben.

Er soll dem Mädchen damit gedroht haben, seine Katze zu töten. Das Mädchen nahm die Drohungen ernst, weil der Angeklagte bereits zuvor Haustiere getötet haben soll.

Das Gericht sicherte dem Mann im Gegenzug zu einem umfangreichen Geständnis eine Höchststrafe von fünf Jahren und sechs Monaten Gefängnis zu.

Damit wurde der Stieftochter eine Zeugenaussage vor Gericht erspart.

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