Kindesmissbrauchsskandal in Großbritannien aufgedeckt: 1000 Mädchen vergewaltigt und auf den Strich geschickt

Es könnte der schlimmste Kindesmissbrauchsskandal in der Geschichte Großbritanniens sein: Seit den 1980er-Jahren sollen rund 1000 Mädchen aus der englischen Stadt Telford (160 000 Einwohner) von asiatischen Gangs aus ihren Familien gelockt, unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen worden sein!

Die Fakten, die Redakteure des britischen „Mirror“ in einer 18 Monate andauernden Recherche zusammengetragen haben, deuten darauf hin, dass Polizei und Sozialarbeiter schon in den 1990er-Jahren von den Missbräuchen wussten und bis 2007 nichts unternahmen. Bis dahin wurden aufgegriffene, misshandelte Sex-Arbeiterinnen in Polizeiunterlagen als „Prostituierte“ gelistet, nicht als Opfer. Zudem sollen die Behörden Details über die asiatischen Täter nicht gespeichert haben – aus Angst vor Rassismusvorwürfen!

Zwischen 2007 und 2012 kamen erste Ermittlungen in Gang: Rund 200 Tatverdächtige wurden ermittelt, die zu der Zuhälter-Bande gehören sollten – aber lediglich neun wurden auch zu Haftstrafen verurteilt. Dann verliefen die Untersuchungen im Sande.

In einem aktuelleren Fall nahm die Polizei die Ermittlung fünf Mal auf und ließ sie fünf Mal wieder fallen – bis Lucy Allan, die Parlamentsabgeordnete der Stadt Telford, im Jahr 2016 unabhängige Ermittlungen einforderte. Die Polizei ermittelt aufgrund des medialen und politischen Drucks jetzt verstärkt, denn: Das Täter-Netzwerk soll noch immer aktiv sein!

Schockierende Aussagen der Opfer

Die Redakteure des „Mirror“ sprachen mit zwölf Opfern, diese berichteten unabhängig voneinander von Gruppenvergewaltigungen und Abtreibungen, sogar fünf Todesopfer soll es bisher gegeben haben. Sie nannten die Namen von über 70 Tätern, sagten aus, dass noch vor wenigen Monate brutale Vergewaltigungen stattgefunden hätten.

Eine 14-Jährige, deren Telefonnummer an Pädophile verkauft worden war, erzählte: „Ich hasste alles was sie taten, aber sie drohten mir, wenn ich nur ein Wort sagte, würden sie meine kleinen Schwestern holen und meiner Mutter erzählen, dass ich eine Prostituierte sei. Nacht für Nacht musste ich Sex mit verschiedenen Männern haben, in ekelhaften Imbissbuden und verdreckten Häusern. Mindestens zweimal die Woche musste ich die „Pille danach“ nehmen – in der Klinik stellte niemand irgendwelche Fragen. Zweimal wurde ich schwanger, beide Male trieb ich ab. Nur Stunden nach meiner zweiten Abtreibung brachte mich einer der Täter zu mehreren Männern, die mich vergewaltigten. Der schlimmste Moment war kurz nach meinem 16. Geburtstag – ich wurde unter Drogen gesetzt und von fünf Männern vergewaltigt. Ein paar Tage später tauchte der Anführer der Gruppe bei mir zu Hause auf und sagte, er würde es niederbrennen, wenn ich auch nur ein Wort darüber erzählen würde.“

 

Bisher konnten fünf Todesopfer mit dem Kindesmissbrauchs-Ring in Verbindung gebracht werden:

► Lucy Lowe (16) starb im Jahr 2000 zusammen mit ihrer Mutter Eileen und ihrer 17-jährigen Schwester Sarah, als einer der Täter, Azhar Ali Mehmood, ihr Haus niederbrannte. Zuvor war sie von einem weiteren Täter, Cabbie Mehmood, zur Sex-Arbeit gezwungen worden, hatte mit 14 Jahren ihre Tochter zur Welt gebracht. Mehmood wurden für dreifachen Mord lebenslänglich verurteilt. Der Mord an Lucy diente als Abschreckung für alle anderen Mädchen.
► 2002 starb die13-jährige Becky Watson bei einem Autounfall. Offizieller Grund: ein Streich. Laut „Mirror“-Recherchen war sie zuvor zwei Jahre lang von einer asiatischen Gang zur Sexarbeit gezwungen worden. Ihre Mutter bemerkte die Misshandlungen, meldete sie der Polizei zusammen mit einer Liste Verdächtiger. Doch die Polizei habe Becky selbst als Kriminelle gesehen, es kam zu keinen Ermittlungen, sagte die Mutter.
►Vicky Round war mit Becky befreundet. Auch sie war Sexsklavin der gleichen Gang. Diese machte sie mit zwölf Jahren drogenabhängig. Mit 20 Jahren starb sie 2009 an einer Überdosis.

Sheila Taylor vom NWG Network, einer Hilfsorganisation für Frauen und Kinder, die Opfer von sexuellem Missbrauch geworden sind: „Wir machen Fortschritte, die jungen, weißen Mädchen zu identifizieren, sind aber nicht ausreichend in der Lage, die jungen Täter zu fassen, die ethnischen Minderheiten oder reisenden Völkern angehören.“

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