Kinderschänder-Prozess – Was war damals im Pfadfinder-Lager?

Bad Kreuznach – Erst ging es um einen missbrauchten Jungen (13) während einer Thailand-Reise mit dem Therapeuten. Dann kam ein missbrauchter Junge auf einer DRK-Freizeit hinzu. Nun stellt sich die Frage: Wollte er auch andere Kinder missbrauchen?

5. Verhandlungstag im Prozess gegen Kinderschänder Tobias M. (44) vor dem Landgericht. Eine ganze Familie im Zeugenstand. Es geht um Vorkommnisse während eines Pfadfinder-Zeltlagers vor 20 Jahren.

Passiert ist dort wohl nichts Strafbares, aber es soll ein verdächtiges Interesse des Angeklagten an einem Jungen gegeben haben.

Die Geschwister Vanessa (heute 30) und Patrick (heute 28) waren damals dabei. Die Schwester: „Der Angeklagte wollte meinen Bruder von mir fernhalten, ging mit ihm allein Spazieren. Das hat er mit anderen Kindern nie gemacht. Er wollte ihn auch eincremen.“

Anja H. (50) die Mutter der beiden: „Nach dem Zeltlager tauchte er mehrmals bei uns auf, wollte Patrick sehen. Sagte: ‚Ich hab ihn so lieb.‘ Er schrieb ihm auch einen sechsseitigen, verstörenden Brief. Damit ging ich zur Kirchengemeinde.“

Danach durfte Tobias M. keine kleinen Pfadfinder mehr betreuen.

Prozess wird fortgesetzt.

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