34 Missbrauchsfälle: Kita-Erzieher missbrauchte schlafende Kinder

David K. (29) soll jahrelang elf Mädchen betatscht haben. Dabei vertrauten die Eltern ihm. Denn er war ihr Kita-Erzieher.

Sie vertrauten ihm, und er nutzt es aus. 34-mal soll dieser Kita-Erzieher (29) seine Schützlinge sexuell missbraucht haben. Er verging sich an insgesamt elf kleinen Mädchen, während sie schliefen.

Vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) ist David K. (29) geständig. Bei gleichaltrigen Frauen habe er keine Chance gehabt, jammerte er am Mittwoch vor der Richterin. Er sei von seinem Vater selbst sexuell missbraucht worden. Trotzdem wohnt er noch immer mit ihm zusammen.

Im Schlaf verging er sich an den Mädchen

Laut Anklage kam es von 2010 bis 2014 an zwei evangelischen Kitas in Woltersdorf und Erkner zu 34 Missbrauchsfällen. Dort arbeitete der Angeklagte erst als Praktikant, später als staatlich anerkannter Erzieher. Während er die sogenannte „Schlafwache“ hielt, verging er sich an seinen wehrlosen Opfern, schlich zu den Mädchen ans Bett und berührte sie im Intimbereich.

Weil sich ein Kind seinen Eltern offenbarte, flog im August 2014 alles auf. Die Eltern zeigten den Erzieher an. Nach Angaben des Kita-Trägers sei David K. dann Hausverbot erteilt und ihm ein Aufhebungsvertrag vorgelegt worden, den er unterschrieb.

David K. räumte weitere Taten ein

Schon im September 2015 hatte ihn das Amtsgericht Fürstenwalde wegen zwei Missbrauchs-Fällen zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt. In Gesprächen mit der Kita räumte er danach weitere Taten ein. Deshalb steht er nun erneut vor Gericht. Die Kirche behauptet, die Kita hätte die Eltern der betroffenen Kinder sofort informiert. Einige Eltern bestreiten das.

Der Angeklagte gab zu: „Ich habe Kinder-Pornos im Netz geschaut. Ich bin pädophil. Aber das ist heilbar.“ Aber nicht mit der bisherigen Therapie, so der Gerichts-Gutachter.
Die Eltern seiner Opfer bat David K. um Entschuldigung. Sie lehnten ab. Eine Mutter: „Meine Tochter hat noch immer Angst, in der Kita zu schlafen.“

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