Baby vergewaltigt und getötet – Angeklagter schweigt

Er war ihre große Liebe. Für einige Wochen sind Tanja, Andreas und die kleine Nina so etwas wie eine glückliche Familie. Doch dann wird Nina vergewaltigt und getötet. Sie wird nur vier Monate alt. Andreas wird angeklagt. Am Montag hat Ninas Mutter vor Gericht ausgesagt.

 

Das vor sieben Monaten in Ulm getötete Baby Nina ist vor seinem Tod vergewaltigt worden. Außerdem wies die Leiche des vier Monate alten Mädchens schwere Schlagverletzungen im Oberbauch und am Kopf auf, sagte die Rechtsmedizinerin Karin Varchim-Schultheiß am Montag vor dem Landgericht Augsburg.

 

 

Dort muss sich seit Mitte August der 25 Jahre alte Ex-Freund von Ninas Mutter wegen Mordes verantworten. Atemlose Stille herrschte in Saal 1, als die Rechtsmedizinerin die Ergebnisse ihrer Obduktion vortrug. Demnach wurde Nina anal vergewaltigt. Diese Verletzungen seien aber nicht tödlich gewesen. Erst die inneren Blutungen durch «stumpfe Gewalteinwirkung» und die Kopfverletzungen sowie ein Schütteltrauma hätten den Tod des Säuglings verursacht.

 

 

Die Verletzungen seien auch nicht durch missglückte Wiederbelebungsversuche komplett zu erklären. Ninas 22 Jahre alte Mutter schilderte vor Gericht den Angeklagten als ihre große Liebe. Sie kenne ihn schon seit zehn Jahren. Er war ein Nachbarjunge, die Familien waren befreundet. Aber erst im Dezember 2010 habe es zwischen ihnen richtig gefunkt. Damals hatte sie schon das Baby, Andreas war nicht der Vater. Dennoch habe er sich liebevoll um die Kleine gekümmert, sie gefüttert, gewickelt und angezogen.

Hier muss Andreas, der den Ausführungen der Rechtsmedizinerin äußerlich reglos gefolgt war, schlucken. Der junge Mann sei nie aggressiv gewesen, habe auch keine ungewöhnlichen Sex-Wünsche geäußert, beteuert die 22-Jährige. Sie habe das Baby am 24. Februar nicht das erste Mal in seine Obhut gegeben.

 

Eine Polizistin habe ihr gesagt, dass Andreas daran nicht unschuldig sei. Da habe sie durch die Klinik geschrien: «Er hat mein Kind umgebracht»

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