Berliner Ausreißerin Chantal (12) – Jetzt spricht sie

Berlin – Überglücklich sitzt Petra L. in der Küche ihrer Wohnung in Wittenau, hält liebevoll ihre Tochter Chantal im Arm. Die Zwölfjährige war knapp eine Woche spurlos verschwunden, zuletzt ermittelte eine Mordkommission. Jetzt erzählt Chantal ihre Geschichte.

Rückblick: Seit einem Jahr lebt die Schülerin bei ihrer Oma, mit der Mutter gab es zu viel Streit. Am vergangenen Dienstagabend will sich das Mädchen dann mit einem Freund treffen – doch ihre  Oma verbietet ihr das Treffen. Da beschließt Chantal: Mir reicht’s! Ich haue ab! „Ich habe einfach mal eine Auszeit von meiner Oma gebraucht“, so  die Schülerin.

Also trifft sie sich am Alexanderplatz mit ihrem 19-jährigen Bekannten Philipp H., geht mit ihm in seine Wohngemeinschaft in Friedrichshain. „Und weil wir unsere Ruhe haben wollten, habe ich mein Handy halt  ausgeschaltet“, so Chantal weiter.

„Ich wusste nicht, dass so ein Alarm wegen mir war“

Als sie am Abend  nicht zurück zu ihrer Oma  kommt, alarmiert die Frau die Polizei. Zunächst warten die Ermittler ab. Doch als Chantal am Freitag noch immer   verschwunden ist, sucht die Polizei per Öffentlichkeitsfahndung nach dem Mädchen. Schließlich übernimmt   eine Mordkommission die Ermittlungen.

„Ich wusste aber nicht, dass  so ein Alarm wegen mir war. Wir waren ja die ganze Zeit in der Wohnung von Philipp und haben echt nichts mitbekommen“, so Chantal kleinlaut. Erst ein Mitbewohner von Philipp sieht am Sonnabend die Suchbilder von Chantal in der Zeitung, als er Brötchen holt. Am Sonntag steht dann schließlich die Polizei vor der Tür der WG.

Und bringt die Zwölfjährige zurück zu ihrer sorgeberechtigten Mama Petra. Hier will Chantal jetzt auch bleiben. „Wir stehen mit dem Jugendamt in Kontakt, um alles Weitere zu klären“, so ihre Mutter glücklich. Die Polizei prüft nun, ob sich  der 19-jährige Philippe H. strafbar gemacht hat.

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