Bewährung für Bonner Klinikarzt nach Missbrauch

  • Sexueller Missbrauch einer 17-jährigen Patientin
  • Zwei Jahre Haft auf Bewährung für Klinikarzt
  • Junge Frau ist bis heute traumatisiert

Vier Jahre nach dem sexuellen Missbrauch einer jungen Patientin hat das Bonner Landgericht einen ehemaligen Bonner Klinikarzt zu zwei Jahren Haft verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Der Angeklagte hatte die damals 17-Jährige, die nach einer Mandeloperation unter starken Bauchschmerzen litt, als diensthabender Arzt am Unterleib untersucht und sich dabei sexuell an ihr vergangen.

Schülerin hoffte nach OP auf Hilfe

Die Schülerin hatte so starke Schmerzen, dass sie sich zunächst über eine medizinische Indikation keine Gedanken gemacht hatte, sondern nur hoffte, Hilfe zu bekommen. Nach einem zweiten sexuellen Übergriff hatte die Patientin sich an ihren Freund gewandt – und ihrer Mutter davon erzählt. Bis heute ist die mittlerweile 21-Jährige so traumatisiert, dass sie in therapeutischer Behandlung ist und nie alleine zu einem Arzt geht.

Mildes Urteil nach Geständnis

Das milde Urteil beruht vor allem auf dem umfassenden Geständnis des nicht vorbestraften Mediziners, mit dem er der Zeugin einen Auftritt vor Gericht erspart hat. Als Bewährungsauflage muss der 43-Jährige, der nach dem Vorfall vier Jahre lang mit seiner großen Familie im Ausland untergetaucht war, der jungen Frau 2000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Haftbefehl wurde aufgehoben.

Hintergrund

Der Angeklagte soll die Schülerin, die nach einer Mandel-Operation unter starken Bauchschmerzen litt, als diensthabender Arzt am Unterleib untersucht und sich dabei sexuell an ihr vergangen haben. Die Schülerin hatte so starke Schmerzen, dass sie sich zunächst keine Gedanken machte, sondern nur hoffte, Hilfe zu bekommen.

Der Arzt soll das Mädchen zweimal missbraucht haben

In der Nacht soll es bei einer weiteren Untersuchung zu einem erneuten Übergriff gekommen sein. Der 43-jährige Arzt hatte dem Mädchen dabei erklärt, ihre Schmerzen rührten daher, dass sie „falschen Sex“ mit ihrem Freund habe.

Verdächtiger wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht

Der Arzt, der sich zunächst wegen eines Fehlers dem Chefarzt anvertraut hatte, war nach dem Vorfall vor vier Jahren im Ausland abgetaucht. Erst im Juli konnte er bei einem Urlaub in Rumänien mit internationalem Haftbefehl festgenommen werden; seitdem saß er in Untersuchungshaft.

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