Ein unheimlicher Ortstermin in Steinkirchen – von dem sich das Gericht Antwort auf die Frage erhoffte

Steinkirchen (Niedersachsen) – Und plötzlich steht das Grauen in Person wieder vor der Tür. Und du musst ihm öffnen… Für Barbara F. (63) ist es ein Albtraum: Sie musste den Mörder ihrer Tochter zurück an den Tatort lassen – in ihr Haus, direkt ins Schlafzimmer ihrer Steffi († 26)!

 
Ein unheimlicher Ortstermin in Steinkirchen – von dem sich das Gericht Antwort auf die Frage erhoffte: Gab es vor der Tat Streit?


Denn davon hängt ab, ob eine Verurteilung wegen Mordes oder „nur“ wegen Totschlags in Frage kommt.


Sascha L. (29) hatte am ersten Prozesstag gestanden, seine Freundin getötet zu haben. Eifersucht, Liebeskummer und Alkohol hätten dazu geführt, dass er sie mit sieben Stichen in die Brust umbrachte!


Der Hilfsarbeiter behauptet allerdings, er habe ursprünglich sich selbst töten wollen. Steffi hätte ihn davon abgehalten, es sei zum Streit gekommen. Aus unerklärlichen Gründen habe er sie dann erstochen. An die Tat fehle ihm jede Erinnerung.


Steffis Mutter, Barbara F. (63) sagte als Zeugin jedoch aus: „Ich habe unterhalb des Schlafzimmers im Garten gearbeitet, das Fenster war gekippt, ich hätte den Streit hören müssen, aber ich habe nichts gehört.“


Das Ergebnis des Ortstermins spricht für ihre Aussage. Eine Gutachterin und alle Prozessbeteiligten konnten vom Garten aus selbst leise Gespräche aus dem Zimmer hören.


Ein psychiatrischer Gutachter schloss heute nicht aus, dass Sascha L. aufgrund des Alkoholkonsums (über 2 Promille) vermindert schuldfähig sein könnte. Urteil: Dienstag.

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