Eltern von Opfer hörten am Handy alles mit an: mutmaßlicher Kinderschänder flog auf, weil er Handy anließ

Der Angeklagte (rechts) am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht

Berlin – Die Eltern sollen den Missbrauch ihrer Tochter am Telefon mitangehört haben: Weil er ein Handy-Gespräch nicht richtig beendete, flog ein mutmaßlicher Kinderschänder in Berlin-Prenzlauer Berg auf.

Seit Donnerstag steht Alli W. (60) vor dem Landgericht.

Die Eltern ließen das Mädchen (4) im Juli 2013 nach einer Feier bei ihm schlafen, riefen nachts noch einmal bei ihm an.

Der „Freund der Familie“ merkte nicht, dass danach sein Mobiltelefon weiter lief und man ihm zuhören konnte, was er tat.

Alli W. hatte damit pornografische Fotos von dem Kind gemacht. Auf seinem Computer waren weitere 272, auf einem USB-Stick 65 Kinderpornos. „Runtergeladen aus dem Internet“, sagte der Angeklagte. Er gab zu, dass er die Bilder zu eigenen Befriedigung nutzen wollte.

W. soll zwischen August 2005 und August 2008 laut Anklage zweimal einen anfangs neunjährigen Jungen vergewaltigt haben. Das bestreitet er. Das Opfer (heute 21, Azubi) zitiert ihn: „Er holte mich in sein Bett, er sagte: ‚Ich zeige dir, wie du ein Mann wirst.‘“

Weiter geht es vor Gericht am 30. November. Das Urteil fällt am 7. Dezember.

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