Er flog bei der Razzia gegen die Kinderporno-Plattform „Elysium“ auf Fünfeinhalb Jahre Knast für pädophilen Kirchenmann

Dr. Clemens M. versuchte vor Gericht, sich unter einer Kapuze und hinter einem Aktenordner zu verstecken © Foto: Olaf Rentsch

Insgesamt zehn Fällen habe sich Dr. Clemens M. seit 2016 an den Kindern einer ehemals mit ihm befreundet

Dresden – Ein pädophiler Kirchenmitarbeiter (41) aus Dresden ist wegen des schweren sexuellen Missbrauchs zweier kleiner Mädchen zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

In inndeten Familie aus München vergangen, urteilte das Dresdner Landgericht am Montag.

Außerdem befand es den promovierten Ingenieur der Herstellung und des Besitzes von Kinderpornografie für schuldig. Er hatte Fotos und Videoaufnahmen von seinen Opfern angefertigt, worauf sich die Anklage im Wesentlichen stützte.

Das jüngere der beiden Mädchen war zu Beginn des Tatzeitraums gerade einmal dreieinhalb Jahre alt, seine Schwester rund zwei Jahre älter. Strafmildernd wirkte, dass der 41-Jährige vor Gericht ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte.

Er sei „erleichtert” gewesen, dass es vorbei war, sagte er im Prozess aus. Er habe schon seit dem Jahr 2000 gewusst, dass ihn zwei- bis zehnjährige Mädchen erregten.

Die „Elysium”-Plattform hatte rund 87 000 Mitglieder und war international ausgerichtet. Sie verfügte über Chatbereiche in deutscher, englischer, französischer, spanischer und italienischer Sprache. Die europäische Polizeibehörde Europol und Behörden in Österreich, Italien, Neuseeland und Australien unterstützen die Ermittlungen.

Das Urteil gegen den 41-Jährigen ist noch nicht rechtskräftig.

 

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