Er gehört zu Deutschlands schlimmsten Kindermördern. Martin Ney ermordete 3 Kinder – Welche Geheimnisse verbirgt der Maskenmann?

Er gehört zu Deutschlands schlimmsten Kindermördern, ließ Albträume wahr werden: Martin Ney (46) hatte gestanden, zwischen 1992 und 2001 in Norddeutschland drei Jungen ermordet und 20 weitere missbraucht zu haben! Dafür sitzt er lebenslang in Haft! Doch alles ausgepackt hat der verurteilte Pädagoge immer noch nicht.

Verden – Jahrelang sorgte er für Angst und Schrecken in Norddeutschland: Kindermörder und Sexualstraftäter Martin Ney. Trotz der Verurteilung zu lebenslanger Haft ermittelt die Polizei weiter!

DENN: Der „Maskenmann“ gibt nach wie vor wichtige Informationen nicht preis.

Die Soko „Dennis“ in Verden, benannt nach einem der Opfer, arbeitet weiter an dem Fall. Jürgen Menzel, früherer Pressesprecher der Soko: „Es gibt unregelmäßig Gespräche mit dem Inhaftierten.“

Was verbirgt der „Maskenmann“?

Martin Ney hütet nach wie vor Passwörter einer Festplatte, die trotz Hilfe von IT-Experten bislang nicht entschlüsselt werden konnten. Die Festplatte versteckte Ney unter der Dunstabzugshaube in seiner Wohnung.

Der Verdacht der Ermittler: Brisante Daten auf der Festplatte, die möglicherweise Hinweise auf weitere Straftaten geben könnten. Vor Jahren hatte der geständige Kindermörder nicht ausgeschlossen, irgendwann einmal seine Passwörter zu nennen. Bislang hat er es nicht getan.

Die grausamen Verbrechen

Die Taten des „Maskenmannes“ oder des „schwarzen Mannes” von 1992 bis 2001 waren für viele Opfer wie Szenen aus einem bösen Traum. In dunkler Kleidung und mit einer schwarzen Sturmhaube maskiert schlich sich Martin Ney nachts in Norddeutschland an die Betten von kleinen Jungen und missbrauchte sie. Drei von ihnen erwürgte er.

Stefan Jahr († 13) war sein erstes Opfer. Er wurde 1992 nachts aus einem Internat in Scheeßel entführt, im Auto des Kindermörders missbraucht und anschließend getötet.

• 1995 entführte Ney Dennis Rostel († 8) aus einem Zeltlager bei Schleswig, verbrachte mit ihm einige Tage in einem Ferienhaus in Dänemark und erwürgte ihn.

• Das dritte Opfer, Dennis Klein († 9), tötete er 2001 in einem Schullandheim bei Bremerhaven, als dieser sich gegen den Maskenmann wehrte.

Jahrelang versetzte der „schwarze Mann“ Kinder und Eltern in Norddeutschland in Angst. Kinderzimmer, Schullandheime, Zeltlager – nirgendwo waren kleine Jungen vor ihm sicher.

Die Polizei band die Medien damals bewusst mit ein. Zunächst galt eines der Opfer als vermisst. Über die Medien wurde Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit hergestellt. Es gab live übertragene Pressekonferenzen und Anfragen aus ganz Deutschland sowie aus Frankreich und Holland, wo es zwei Kindermorde gab, bei denen man Parallelen zum „Maskenmann“ sah.

Letztlich war es die intensive Medienberichterstattung, durch die ein früheres Missbrauchsopfer sich an einen Betreuer in einem Jugendzeltlager erinnerte, der ihn vor Jahren sehr genau nach seinem Zuhause ausgefragt hatte. „Der hieß Martin“, erinnerte sich der Zeuge damals. Der Nachname war schnell ermittelt – und tatsächlich handelte es sich um den Täter, kurz darauf klickten die Handschellen.

Ob Martin Ney jemals wieder auf freien Fuß kommen wird, ist fraglich. Erst wenn Gutachter feststellen, dass er nicht mehr gefährlich ist, wird er entlassen. „Ihnen steht ein langer Weg bevor“, hatte Richter Berend Appelkamp am 27. Februar 2012 bei der Urteilsverkündung zu dem Angeklagten gesagt. Dieser Weg ist noch lange nicht zu Ende.

 

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