Familien-Tragödie – Durch einen Brand verloren sie ihr Zuhause – Jetzt verlieren Sie auch noch ihr Baby

Saskia Sch. (25) und Lebensgefährte Marcel W. (30) werden nach dem verheerenden Brand auch noch ihr Baby verlieren. Bei dem Feuer wurden elf Personen verletzt. © Fotos: Julian Stähle / dpa /Jörg Bergmann

Falkensee – Wie grausam kann das Schicksal sein? Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Falkensee (Brandenburg) waren in der Nacht zum Dienstag elf Menschen verletzt worden. Die Ursache: ein kleines Mädchen, eine Wunderkerze und ein Feuerzeug. Doch die Familie der kleinen Zoe (5) verlor an diesem Tag nicht nur ihre Wohnung. Auch die Hoffnung auf ein gesundes Baby in Mamas Bauch starb.

Rückblick: Saskia Sch. (25) hatte sich gerade ins Bett gelegt, ihr Lebensgefährte Marcel W. (30) saß noch vor dem Fernseher. Erst habe sie überhaupt nicht gewusst, was los sei, dann habe Marcel schon das Knistern gehört und Alarm geschlagen.

Saskia Sch.: „Er riss die Tür zum Kinderzimmer auf. Unter dem Hochbett standen schon alle Kuscheltiere in Flammen.“ Während Mutter und Tochter aus dem Haus rennen, versucht der Vater noch, den Brand zu löschen. Vergeblich.

Die Familie kann sich ins Freie retten. Doch ihre Wohnung brennt komplett aus. Das Feuer greift rasend schnell um sich. Das gesamte Haus muss evakuiert werden. Einige der Bewohner sind vom dichten Rauch eingeschlossen, können nur über Drehleitern gerettet werden. 40 Menschen muss die Feuerwehr in Sicherheit bringen. Elf Nachbarn erleiden Rauchgasvergiftungen, acht von ihnen werden in Krankenhäuser gebracht.

Wie genau der Brand ausbrach, ist noch nicht geklärt. Zoe hatte zunächst erzählt, sie habe eine Wunderkerze angezündet. „Doch später hatte sie noch eine Menge anderer Versionen“, sagt die Mutter. Ein Psychologe soll das Kind nun befragen. Die kleine Familie wohnt jetzt erst mal in Papas Gartenlaube. Sie haben alles verloren. Doch es kommt noch schlimmer.

Saskia Sch. ist im sechsten Monat schwanger. Am Morgen des Unglückstages erfuhr sie von einer noch furchtbareren Tragödie. Der kleine Junge in ihrem Bauch wird eine Geburt nicht überleben. „Er hat keine Schädeldecke, muss abgetrieben werden“, sagt die Mutter mit Tränen in den Augen.

Dass bei dem Feuer nicht noch mehr passierte, ist bei allem Unglück Glück. Zu den Brandopfern, die ins Krankenhaus kamen, gehören auch Chistine Strose (56) und ihr Mann. „Er hat einen Defibrillator, weil er eine Herzschwäche hat. Den konnten wir gerade noch aus der Wohnung holen.“ Sie sind vorerst bei ihrer Tochter untergekommen. Denn das gesamte Haus wurde wegen der Brandschäden gesperrt. Laut eines Sprechers der Wohnungsgesellschaft wurden die meisten Mieter in anderen Häusern untergebracht.

Saskia Sch. sagt in all ihrer Trauer:

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