Frau wegen Missbrauch eines Zehnjährigen angeklagt

Vor dem Landgericht Gera hat am Montag ein Missbrauchsprozess begonnen. Foto: Fabian Klaus

Vor dem Landgericht Gera hat am Montag ein Missbrauchsprozess begonnen. Einer 34-Jährigen wird vorgeworfen, im vergangenen Sommer in Rudolstadt sexuelle Handlungen an einem damals Zehnjährigen vorgenommen zu haben bzw. Handlungen des Jungen an ihr zugelassen zu haben.

Rudolstadt / Gera. Es soll in einem Fall zu angedeutetem Oralverkehr gekommen sein und in einem zweiten Fall geht es um vollzogenen Beischlaf.

Mit Vernehmungen der Angeklagten, der Mutter des Jungen sowie dessen Opa und des Polizisten, der die Anzeigen aufgenommen hatte, startete die Verhandlung, die vom vorsitzenden Richter der zweiten Strafkammer, Berndt Neidhardt, geführt wird.

Die Angeklagte bestätigte lediglich, dass sie das Glied des Jungen einmal berührt habe. Alles weitere, was Staatsanwältin Sylvia Kreuter in der Anklageschrift verlesen hat, soll so nicht stimmen und habe sich der Junge ausgedacht. Die vorgeworfenen beiden Fälle sollen sich in der Rudolstädter Wohnung des 61-jährigen Opas des Jungen abgespielt haben. Die Angeklagte ist die Lebensgefährtin des Mannes.

Im Verlaufe der Verhandlung wurden mehrfach Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Jungen laut, was das Gericht dazu veranlasste, die Einholung eines Glaubwürdigkeitsgutachtens zu prüfen. Ob das bis zum zweiten Verhandlungstag am 4. Dezember vorliegen kann, steht bisher noch nicht fest. Ebenfalls noch möglich scheint, dass der Zehnjährige doch noch vor der Kammer aussagen muss, weil die Angeklagte, die laut Anklageschrift vermindert schuldfähig sein soll, die geschilderten Vorgänge abstreitet.

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