Gefährdung für Luca (†5)Mutmaßlicher Mörder wurde für guten Ersatzvater gehalten

Der Fall um den erschlagenen Luca (†5) aus Viersen bewegt Deutschland. Viele fragen sich: Warum hatte das Jugendamt den Jungen nicht aus der schwierigen Familie geholt?

Im Januar hatte sich nach BILD-Information jemand beim Jugendamt gemeldet. Aus Sorge um Luca, der vom neuen Freund der Mutter, Martin S. (26), verletzt worden sein könnte.

Die Behörde wurde aktiv, schaute in der Wohnung in der Lange Straße in Viersen-Dülken nach dem Rechten.

Bei einem weiteren Termin im April wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Erziehungsfähigkeit von Lucas Mutter Amanda Z. (24) und Martin S. überprüfen sollte. Das Ergebnis wurde Ende August vorgelegt: Keine Beanstandungen!

Das Paar sei „erziehungsfähig“, es gebe keine konkreten Anhaltspunkte für die Gefährdung von Luca.

Im Oktober wurde das Ergebnis des Gutachtens dem Paar per Post zugeschickt. Wenige Tage später, am vergangenen Sonntag, starb Luca.

Der Staatsanwalt ist überzeugt, dass Martin S. den Jungen gewürgt und erschlagen hat. Bei der Obduktion kam heraus, dass das Kind seit Langem körperlich misshandelt worden war.

Bitter: Am Montag, einen Tag nach Lucas Tod, erschien Mutter Amanda Z. zu einem weiteren Termin vor dem Amtsgericht Viersen. Dort teilte die Frau mit, dass der Junge verstorben sei.

Wenige Stunden später wurden Amanda Z. und Martin S. festgenommen. SIE kam wieder frei. ER sitzt in Untersuchungshaft – und leugnet die Tat.

Gegen Amanda Z. wird weiter ermittelt, weil unklar ist, ob sie wirklich nichts von den Misshandlungen mitbekommen hat. Ob es Konsequenzen für den Gutachter geben wird, ist noch unklar. 

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