Gemeinsame Tochter umgebracht: Ex-Freund macht Jesmira (20) Heiratsantrag aus dem Knast

„Der Brief hat angefangen mit ‚Hallo mein Schatz‘. Ich habe gedacht, ich flippe völlig aus.“

Er hat ihre zwei Monate alte Tochter Senna getötet, sitzt in Untersuchungshaft, und doch kann David L. seiner ehemaligen Freundin Jesmira S. offensichtlich noch immer weiter wehtun: mit einem Heiratsantrag, den der mutmaßliche Mörder in Form eines Briefes aus dem Gefängnis verfasst hat. „Unerträglich“ für Jesmira, wie sie vor dem zweiten Prozesstag sagt.

„Der Brief hat angefangen mit ‚Hallo mein Schatz‘. Ich habe gedacht, ich flippe völlig aus“, erzählt die 20-Jährige. Ihr Ex-Freund habe eine Friedenstaube gemalt und gefragt: „Willst du mich heiraten?“ Und das, nachdem er noch beim Prozessauftakt vor Gericht gestanden hatte, die gemeinsame Tochter in einem Wutanfall aus dem zweiten Stock ihrer Wohnung in Frankenthal nördlich von Mannheim geworfen zu haben. Aus Eifersucht, weil sich seine Freundin angeblich mehr um das Baby als um ihn gekümmert habe.

Vor der schrecklichen Tat, bei der er unter Kokain-Einfluss stand, hatte David L. mit einem Messer auf seine schlafende Freundin eingestochen und auch die ältere Tochter Joana (6) verletzt.  Schon während der Schwangerschaft hatte David L. seine Freundin mehrfach zusammengeschlagen. Sie verließ den Angeklagten nicht, weil er sie immer wieder bedrohte.

Das Urteil wird im kommenden Jahr gesprochen. Jesmira will trotz des ungeheuren Schmerzes bei jedem Prozesstag dabei sein. Und sie hat einen Antrag gestellt: Dass David L. ihr nie wieder Briefe schreiben darf.

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