Gerichtsfall: Versuchter sexueller Missbrauch in Flüchtlingsunterkunft?

Wegen versuchten sexuellen Missbrauchs eines Kindes muss sich ein 33 Jahre alter Flüchtling vor Gericht verantworten. Er selbst beteuert seine Unschuld.

Wilhelmshaven – Wegen versuchten sexuellen Missbrauchs eines Kindes muss sich seit Donnerstag ein 33 Jahre alter pakistanischer Flüchtling aus Wilhelmshaven vor der Jugendschutzkammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten. Er beteuerte  seine Unschuld.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 15. März vergangenen Jahres in einer Wilhelmshavener Flüchtlingsunterkunft versucht zu haben, sich an dem achtjährigen Sohn eines Landmannes zu vergehen.

Er habe dem Jungen den Mund zugehalten und ihn in die Dusche der Unterkunft gezerrt, so die Anklage. Der 33-Jährige soll bereits seine Hose heruntergezogen haben. Doch dann war der Vater des Kindes dazugekommen. Er soll den Angeklagten zusammengeschlagen haben. Der 33-Jährige indes bestreitet die Vorwürfe vehement. Er habe am Tattag zusammen mit einem Bekannten Alkohol getrunken und Rauschgift konsumiert.

Der Bekannte habe dann auf seinem Handy Pornofilme heruntergeladen. Die habe man sich angeschaut. Dann sei er in die Dusche gegangen, um zu onanieren, so der Angeklagte. Der 33-Jährige war noch nicht gänzlich wieder bekleidet gewesen, da war der Vater des Jungen in die Dusche gekommen und hatte den Angeklagten zusammengeschlagen.

Mit dem Landsmann habe es häufig Ärger und Streit gegeben, sagte der Angeklagte gestern. Warum er am Tattag von diesem dann verprügelt worden sei, wisse er nicht. Mit einem angeblichen Missbrauch habe das aber nichts zu tun. Den habe es  nicht gegeben, beteuerte der 33-Jährige.

Der Richter sah die Problematik. Wenn an den Vorwürfen etwas dran sein sollte, solle der Angeklagte das besser sagen. Dann nämlich könnte er dem Jungen eine Vernehmung vor Gericht ersparen, was sich auch strafmindernd auswirken würde. Den Opferschutz werte die Kammer sehr hoch.

Der Angeklagte blieb dabei, dass außer den Schlägen durch den Vater des Jungen nichts vorgefallen sei. So musste dann der Achtjährige in den Zeugenstand. Während seiner Vernehmung war die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Prozess wird  am 31. Januar fortgesetzt.

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