Happy End am ersten Advent – 10 Monate alter Säugling allein auf „Tour“

Bochum – Drei lächelnde Männer sitzen im Regionalexpress, einer hat einen Säugling auf dem Arm. Die Afrikaner aus Guinea wurden am ersten Advent unverhofft zu Babysittern – denn das Kind war ganz alleine im Zug
Bochum – Wattenscheid – Schwerte (ots) – Gestern Morgen (27. November) verließ eine 21-jährige Frau aus Schwerte einen Regionalexpress (RE) im Wattenscheider Hauptbahnhof. Noch bevor sie ihren Sohn samt Kinderwagen auf den Bahnsteig bringen konnte, schlossen sich die Türen des Zuges und der 10 Monate alte Junge fuhr alleine weiter.

Mit einem Regionalexpress reiste die 21-Jährige von Essen nach Wattenscheid. Während der Zustieg in den RE trotz mitgeführter Gepäckstücke reibungslos verlief, funktionierte dies in Wattenscheid offensichtlich nicht. Am Bahnsteig entlud sie zuerst ihr mitgeführtes Gepäck. Noch bevor sie ihren Sohn samt Kinderwagen auf den Bahnsteig holen konnte, schlossen sich die Zugtüren wieder und der Zug setzte sich in Bewegung.

Bahnmitarbeiter erkannten die Situation sofort und informierten die Bochumer Bundespolizei. Diese konnte den Säugling wohlbehalten am Bahnsteig in Empfang nehmen. Für die kurze Fahrt bis zum Bochumer Hauptbahnhof hatten sich drei guineische Staatsangehörige (16/16/19), die sich derzeit für einen Deutschkurs im Ruhrgebiet aufhalten, um den kleinen Bahnreisenden gekümmert.

In der Wache am Bochumer Hauptbahnhof konnte die Mutter ihren Sohn dann wieder in die Arme schließen. Dieser hatte offensichtlich einen gesunden Schlaf und seine „Alleinreise“ wohl kaum mitbekommen. Bahnmitarbeiter hatten die Frau betreut und sie nach Bochum gebracht.

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