Horror-Karneval in Brasilien Kindesmissbrauch steigt während des Karnevals – SOS-Kinderdörfer besorgt

Die SOS-Kinderdörfer sind besorgt mit dem alljährlichen Anstieg sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendlichen zur Karnevalszeit in Brasilien. Auch die Stadt Rio de Janeiro ist besorgt und kündigte daher an, dem Kindesmissbrauch generell mit einer Kampagne entgegenzuwirken. Aber nicht nur zum Karneval und nicht nur in Brasilien müssen die Kinder geschützt werden. Der Kinder- und Jugendschutz ist der Schutz unserer Zukunft.

Es ist ein Thema, bei dem die meisten Menschen stinksauer werden. Kindesmissbrauch, besonders sexueller Missbrauch, ist in unserer Gesellschaft eines der schlimmsten Verbrechen und dementsprechend sollten unsere Polizei und Justizbehörden an sich, gegen diese Verbrechen mit aller Härte vorgehen. Leider scheint es diesbezüglich aber oft zweierlei Maß zu geben, je nach dem wie reich oder arm Opfer und Täter jeweils sind. In Ländern wie Brasilien, wo Straßenkinder aus großer Armut kommend, leichte Beute für Kinderschänder darstellen, schützen die Behörden leider oft die Aggressoren, die mit grünen Dollarscheinen wedeln, statt die Kinder von den Straßen zu holen und ihnen eine Zukunft zu bieten. Dabei ist der Karneval eine Zeit in der besonders viele Touristen auf der Suche nach Sex ins Land kommen. Leider sind auch Pädophile aus den USA und Europa unter diesen wohlhabenden Besuchern.

In ganz Brasilien werden 47 Kinder täglich zu Opfern sexuellen Missbrauchs während der Karnevalszeit. Aber auch Phänomene wie Kinderarbeit oder physische und psychische Gewalt gegen Kinder nehmen in dieser Zeit zu. Ob der Alkoholkonsum in der „tollen Zeit“ dafür verantwortlich ist, bleibt vorerst ungewiss. Klar ist aber, dass die tatsächliche Zahl weitaus höher ist. Laut Sandra Greco, der Leiterin der SOS-Kinderdörfer in Brasilien, werden nur die per Notruf gemeldeten Missbrauchsfälle in diese offizielle Statistik mit einbezogen. „Die Bevölkerung darf die Augen nicht verschließen und muss Kindesmissbrauch melden. Aber das ist nicht genug. Wir müssen verhindern, dass Kinder Gewalt erfahren oder als Kinderarbeiter ausgebeutet werden“, soweit Sandra Greco.

Die SOS-Kinderdörfer in Brasilien haben außerdem eine Online-Petition gestartet, um von der brasilianischen Regierung reelle Daten zum Thema „Gewalt gegen Kinder“ einzufordern. Adäquate Schritte könnten nur auf Basis einer genauen Analyse eingeleitet werden, um so das Problem wirkungsvoll zu bekämpfen. „Karneval ist eine brasilianische Tradition, die gefeiert werden sollte – aber nicht auf Kosten der Kinder!“ sagte die Leiterin der SOS-Kinderdörfer. #DeUmBasta, ist die Kampagne die im Februar 2017 von den SOS-Kinderdörfer in Brasilien gestartet wurde. Die Menschen sollen sich auch der Schattenseiten des Karnevals bewusst werden und die brasilianischen Gesetzeshüter müssten genauer hinsehen und die Rechte von Kindern schützen.

Die Stadt Rio de Janeiro hat ihrerseits eine Kampagne zum Schutz der Kinder in dieser Zeit des Abfeierns und Komasaufens gestartet, die in der Karnevalshochburg, die sonst meist ungeschützt dem Treiben gewissenloser Erwachsener ausgelieferten Kinder in Schutz nehmen soll. „Respektieren, schützen, garantieren – alle zusammen für die Rechte der Kinder und Jugendlichen!“ ist der Name des Projekts, der alle Bürger dazu aufruft, jegliche Verletzung der Kinderrechte, besonders sexuellen Missbrauch, und Vergewaltigung, Kinderarbeit, Alkohol- oder Drogenmissbrauch und Obdachlosigkeit, zu melden. Bürgermeister Marcelo Crivella (PRB) sagte dazu: „Kinder repräsentieren 20 Prozent der Bevölkerung der Stadt und 100 Prozent unserer Zukunft.“ Dem ist nichts hinzuzufügen!

 

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