Illegale Beschneidungs-Aktion – Herzlos-Vater lässt Sohn (9) gegen seinen Willen auf Küchentisch beschneiden.

Der Angolaner Carlos S. sitzt auf der Anklagebank. © Foto - Der Kurier

Moabit – Der kleine Pedro (9) besuchte unbekümmert seinen Vater, als fremde Männer auftauchten. Sie sollen ihn illegal beschnitten haben. Gegen seinen Willen. Auf Wunsch des Vaters. Auf dem Küchentisch.

Die Eltern des Jungen saßen sich nun vor einem Amtsrichter gegenüber. Carlos S. (51) auf der Anklagebank, Ines S. (44) als Belastungszeugin. Sie hat ihren Ex-Mann und Vater ihrer sieben Kinder angezeigt. Es geht um Körperverletzung. Carlos S. hüllte sich zunächst in Schweigen. Als seine Ex in den Saal kam, sah er nicht auf. Ines S.: „Pedro wollte nicht beschnitten werden. Und ich hatte nicht zugestimmt.“

Am 24. Oktober 2015 soll es passiert sein. Pedro war wie alle zwei Wochen beim Papa. Fremde seien gekommen. Die Mutter: „Pedro sagte, einer habe ihm eine Spritze gegeben.“ Und: „Papa hielt meinen Kopf fest, ein Mann meine Arme.“ Als er sich wehrte, hätten sie gesagt: „Sei keine Heulsuse.“

Junge musste ins Krankenhaus

Die Mutter wurde durch die älteste Tochter informiert. Ines S. rief ihren Ex an. Kurz habe er geantwortet: „Ich habe 200 Euro dafür hingelegt, hab dich nicht so.“ Sie schaltete die Polizei ein. Am Abend war Pedro (Namen geändert) bei der Mutter. Ines S.: „Er lief breitbeinig, hatte Schmerzen. Wir sind sofort ins Krankenhaus.“ Die Wunde tat weh, heilte aber ohne Komplikationen. Doch die psychischen Folgen seien gravierend. Die Mutter: „Er hat niemandem mehr vertraut.“

Ob es religiöse Gründe waren, die den Angolaner S. zu dem Schritt brachten? Ines S: „Ich weiß es nicht.“ Ein Urteil ist noch nicht in Sicht.

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