Kinderschänder Alexander G. Der Sunnyboy aus dem Internet

Alexander G. zeigt sich gerne als Mann von Welt, mit seiner Eventagentur war er laut eigenen Angaben an der Organisation großer Charity-Veranstaltungen, von Opern-Premieren und Partys von TV-Sendern und Autofirmen beteiligt.
Doch hinter der Fassade des smarten Unternehmers steckt nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ein mieser Kinderschänder, der seine minderjährigen Opfer auch zur Prostitution zwang. Jetzt sitzt der 36-jährige Berliner in U-Haft.
Die Ermittler waren im November auf einen damals noch Unbekannten gestoßen, der im Darknet (also in besonders gesicherten und für Außenstehende schwer zugänglichen Chat-Räumen des Internets) Mädchen an Freier vermittelte. Zuvor soll er die Kinder (9 bis 14 Jahre) missbraucht haben. In monatelanger Arbeit konnten die Fahnder den Mann schließlich identifizieren – als Alexander G., Eventmanager aus Berlin-Mitte.
Vor allem zwischen 2005 und 2010 war der heute 36-Jährige mit seiner Firma in Berlins Party- und Eventszene sehr umtriebig. Laut seiner Homepage zählten damals große Firmen zu seinen Kunden. Gerne präsentiert sich G. als smarter und sympathischer Allrounder, der um die Welt reist, immer und überall Spaß hat und dabei kein Wässerchen trüben kann.
Auf einem Foto ist Alexander G. beim Jet-Ski-Fahren im Golf von Mexiko zu sehen – mit einem deutlich jüngeren Mädchen. Ob sich der 36-Jährige seinen aufwendigen Lebensstil ausschließlich mit seiner Eventagentur finanzieren konnte, ist unklar. Die Ermittlungen gegen ihn laufen offiziell auch wegen des Verdachts der Zwangsprostitution.
Mitte vergangener Woche schlugen die Fahnder zu, verhafteten Alexander G. Aufgrund der Beweislage hatte ein Richter bereits vor seiner Festnahme Haftbefehl erlassen.
Zeitgleich wurden 23 Wohnungen, Büros und Lagerräume unter anderem in Berlin, in Bielefeld, der Pfalz sowie in Österreich durchsucht und Beweismaterial sichergestellt. Gruselig: Im Auto von Alexander G. fanden die Ermittler Sex-Utensilien, Plastikplanen, Klebeband sowie einen Spaten.
Zudem wurden Handys und diverse Speichermedien wie SD-Karten sichergestellt. Jetzt läuft die Auswertung. Die Ermittler sind von der Schuld des Eventmanagers felsenfest überzeugt.
Durch Zeugenvernehmungen habe sich zudem der „Tatverdacht erhärtet und erweitert“, hieß es bei der Polizei. Die elf minderjährigen Opfer, von denen die Fahnder derzeit wissen, sind vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Erfahrungsgemäß könne man laut einem der Beamten „davon ausgehen, dass die Auswertungen eine Vielzahl von weiteren Geschädigten erbringen werden“.

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