Kinderschänder vor Landgericht Leipzig – Wiederholungstäter Norbert H. (69) missbraucht behindertes Mädchen schwer

Foto: Bernhard Nathke

Leipzig – Er hat ein behindertes Mädchen 15-mal schwer missbraucht. Er ist ein Wiederholungstäter, der zuvor schon zweimal als Kinderschänder im Knast gesessen hatte. Doch Norbert H. (69) wurde gestern am Landgericht trotzdem nur zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten verurteilt.

„Das Urteil ist eine Schweinerei! Viel zu wenig für das, was er getan hat.“, schimpfte Michael Becker (42), der Vater von Missbrauchsopfer Jessica S., im Anschluss an die Urteilsverkündung. „Jessy leidet bis heute darunter und muss einmal die Woche zum Psychologen.“

wischen 2014 und 2016 war Rentner H. aus Naunhof immer wieder über das anfangs 11-jährige Mädchen, das aufgrund einer frühkindlichen Hirnschädigung schwer behindert ist, hergefallen. Meist freitags, wenn er das Mädchen in seiner Wohnung in Obhut nahm, während Maurer Michael und seine Frau, eine Verkäuferin, länger arbeiteten.

„Er hat uns seine Hilfe aufgedrängt, hat alles gemacht“, sagt Vater Michael. „Heute weiß ich: So wollte er an Jessica herankommen.“

Gerichtspsychologe Dr. Matthias Lammel (65) bescheinigte dem Angeklagten hingegen zwar pädophile Neigungen, aber keinen triebhaften Zwang: „Er sucht sich seine Opfer nicht an Spielplätzen. Die Taten ergaben sich eher aus Gelegenheiten.“

Norbert H,. der 1999 seine eigene Tochter missbraucht hatte, kam neben seinem Geständnis und einer Schmerzensgeldzahlung von 5000 Euro auch sein Alter zugute.

Dr. Lammel: „Die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung tendiert bei seiner Entlassung gegen Null. Eine Sozialtherapie ist ausreichend.“ Das dürfte nicht nur Jessicas Vater anders sehen.

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