Kindesmissbrauch: Haftstrafe für Oelder

Oelde/Bielefeld (tiju) – Ein 44-jähriger Oelder ist am Donnerstagabend wegen sexuellen Missbrauchs eines Kinds vom Landgericht Bielefeld zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Der Angeklagte beteuerte auch am letzten Verhandlungstag seine Unschuld.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die zum Tatzeitpunkt elfjährige Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin in 41 Fällen sexuell genötigt und in 24 Fällen davon sexuell missbraucht hat („Die Glocke“ berichtete).

Opfer hatte Anzahl der Übergriffe geschätzt

Ursprünglich war der 44-Jährige wegen 130-fachen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Zwischen 2006 und 2010  soll er sich immer wieder alkoholisiert und gegen den Willen des elfjährigen Mädchens nackt in dessen Bett gelegt haben. Laut Anklage zwang er sie häufig unter Gewaltandrohung, ihn intim zu berühren, während er auch sie unsittlich anfasste.

Das heute 21-jährige Opfer hatte die Anzahl der Übergriffe geschätzt. Die genaue Häufigkeit konnte das Gericht in den insgesamt sechs Verhandlungen nicht feststellen. Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass die Übergriffe im Lauf der Zeit weniger geworden seien, erklärte Guiskard Eisenberg, Pressesprecher des Bielefelder Landgerichts. Die Staatsanwaltschaft rechnete mit einem pro Monat.

Langes Vorstrafenregister

Bereits am ersten Verhandlungstag Anfang November hatte der Oelder alle Anklagepunkte bestritten. Sein Leben habe zwischendurch nur aus Arbeiten, Trinken und Spielhallen bestanden. Die Kinder seiner damaligen Lebensgefährtin habe er kaum gesehen. Wie solle er sie da sexuell missbraucht haben, sagte er damals aus.

Der unter anderem wegen Fahrens ohne Führerschein, Trunkenheit am Steuer, Körperverletzung und unsittlichen Berührens zweier Frauen vorbestrafte Oelder sei in einer Pflegefamilie in Berlin aufgewachsen und hätte keine Liebe erfahren. Er habe sich geschworen, dies nie seinen Kindern anzutun.

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