Landgericht Oldenburg verurteilt Mann aus Großenkneten – Geschlossene Psychiatrie für Kindesmissbrauch

Großenkneten/Oldenburg – Im Prozess gegen einen 39 Jahre alten Mann aus Großenkneten, der sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes vor der Jugendschutzkammer des Oldenburger Landgerichtes verantworten musste, ist der Angeklagte am Montag zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Außerdem wurde die Einweisung des als gefährlich eingestuften Angeklagten in die geschlossene Psychiatrie angeordnet.

Wie berichtet, hatte der 39-Jährige am 31. August vergangenen Jahres in Großenkneten am helllichten Tag ein fünfjähriges Mädchen vom Fahrrad gerissen und sich an dem Kind vergangen.

Die Oldenburger Kammer unter Vorsitz von Richter Doktor Dirk Reuter hatte alles daran gesetzt, dem kleinen Mädchen eine Vernehmung vor Gericht zu ersparen. Der Angeklagte legte dann auch ein umfassendes Geständnis ab, sodass das Kind nicht mehr als Zeuge gehört werden musste.

Der Angeklagte leidet nach einem psychiatrischen Gutachten unter einer Persönlichkeitsstörung, in Kombination mit einem massiven Alkoholkonsum gilt er so als besonders gefährlich.

Er trägt gerne Kinderbekleidung wie Hemdchen und auch Windeln. Der 39-Jährige ist erheblich vorbestraft. Zehn Jahre saß der Großenkneter bereits ohne Unterbrechung in einer geschlossenen Psychiatrie, wurde dann wieder entlassen, obwohl die Therapie keinen Erfolg gebracht hatte. Auch sein Alkoholproblem hatte der Mann nicht in den Griff bekommen.

Der Angeklagte fühlte sich gekränkt

Konflikte waren nach Überzeugung des Gerichtes programmiert. Der Angeklagte war unglücklich, fühlte sich gekränkt. In einer solchen Situation habe er sich abreagieren müssen. Willkürlich habe er sich dann das Mädchen geschnappt, so Richter Reuter gestern. Diese Willkürlichkeit, die der Angeklagte bei der Tat an den Tag gelegt hatte, mache ihn besonders gefährlich.

Das Mädchen hatte laut geschrien, der Angeklagte ließ aber nicht von ihm ab. Er schlug das Kind und missbrauchte es. Eine 17-jährige Zeugin mischte sich ein.

Er sei der Vater des Kindes, hatte der Angeklagte gegenüber dem Mädchen erklärt. Doch die Jugendliche ließ sich von dieser Aussage nicht beirren: Sie schrie den Angeklagten förmlich zusammen, sodass er das Kind schließlich gehen ließ.

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