Landshut – Das volle Paket: Vier Jahre für Missbrauch, Betrug, Waffenbesitz und Kinderpornographie

Karsten H. wollte seine Finanzen aufbessern, indem er ein selbst zusammengepanschtes Potenzmittel verkaufte. Zudem fand die Polizei bei ihm drei halbautomatische Kurzwaffen und Kinderpornographie. Außerdem hatte er sich merhere Male an einer Bekannten vergangen und das gefilmt. Das Landgericht verurteilte ihn deshalb zu vier Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe.

Das Geld war knapp. Daher hatte Karsten H. beschlossen, neben seiner Arbeit als Bürokaufmann einer zusätzlichen Tätigkeit nachzugehen. Der Nebenjob kommt dem 37-Jährigen jetzt allerdings teuer zu stehen: Nicht nur, dass er Post vom Finanzamt bekommen hat mit der Aufforderung, die Gewinne aus seinem Potenzmittelverkauf zu versteuern. Der gewerbsmäßige Vertrieb der gefälschten Arzneimittel war illegal, was die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen hat. Und weil H. obendrein noch im Besitz dreier halbautomatischer Kurzwaffen sowie kinder- und jugendpornographischer Schriften war und sich vier Mal an einer widerstandsunfähigen Bekannten vergangen hat, hat ihn das Landgericht gestern zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. Zuvor war der 37-Jährige, der immer noch bei seiner Mutter lebt, noch nie strafrechtlich in Erscheinung getreten – eine Tatsache, die Staatsanwalt Dr. Josef Weiß in seinem Plädoyer zu dem Kommentar veranlasst hatte, der Angeklagte habe sich „von Null auf Hundert“ strafbar gemacht.

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