Mit Gift-Eis: Essener Tempelbomber Mohammed Ö. plante Anschlag in Kindergarten

IS-Sympathisanten im April 2016 in Essen einen Anschlag auf einen Sikh-Tempel. Der Angriff verletzte drei Menschen schwer. Die Täter fühlten sich dem IS zugehörig. Das schreibt die „Bild“-Zeitung. Einer der Täter war der 18-jährige Mohammad Ö. Er war vor dem Anschlag in Essen an zwei Probesprengungen beteiligt. Darum verurteilte ihn das Gericht zu zwei Jahren Haft.

In einem Berufungsverfahren kam nun heraus, dass Mohammad Ö. weitaus Schlimmeres geplant hatte. Er wollte einen Anschlag in einem Kindergarten verüben.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, ist Mohammed Ö. Teil der radikalen Gruppe, die den Anschlag auf das Sikh-Gotteshaus in Essen planten und durchführten. Im Rahmen des Gerichtsverfahrens kam nun heraus, dass der 18-Jährige aus Gelsenkirchen noch eine andere Tat plante.

So wollte er offenbar einen Terrorakt in einem Kindergarten verüben. Die „Bild“-Zeitung schreibt, dass er möglichst viele Kinder mit vergiftetem Eis habe töten und sich dann im Kindergarten in die Luft sprengen wollen.

Darf man gezielt auch Kinder töten?“

Heraus kam dies, als in einem Berufungsverfahren zu einer früheren Tat Mohammed Ö.s ein Brief an seinen Anführer Yusuf T. verlesen wurde, den dieser heimlich aus dem Jugendgefängnis habe schmuggeln wollen. Mohammed Ö. sitzt laut „Bild“-Zeitung derzeit in Haft, weil er vor dem Anschlag in Essen an Probesprengungen beteiligt gewesen sein soll. Sein Anwalt hatte deswegen Berufung eingelegt.

Der handgeschriebene Brief soll der „Bild“-Zeitung zufolge von einem Wachtmeister im Gefängnis gefunden worden sein. Auf den zwei DIN A4-Seiten steht Schockierendes. So soll Mohammad Ö. seinen Anführer Yusuf T. gefragt haben: „Darf man gezielt auch Kinder töten?“

Giftiges Eis für Kinder

Mohammed Ö. erkläre in dem Brief weiter, dass er als Eismann arbeite und mit seinem Eismann in den Kindergarten kommen und dort Eis an viele Kinder verkaufen könne. Die „Bild“-Zeitung schreibt, dass er Yusuf T. in dem Brief fragte, ob er das Eis mit  Arsen, Warfin oder Strychnin – ein sehr giftiges Alkloid laut Scharia versehen könne, „um damit Kinder zu töten“. Danach habe er sich dort in die Luft sprengen wollen. Außerdem fragte er, ob er Mädchen vergewaltigen dürfe.

Der Anwalt des 18-Jährigen wollte sich auf die Anfrage der „Bild“-Zeitung nicht äußern. Der Anführer seiner Terrorgruppe soll sich dessen Verteidiger zufolge von der Salafisten-Szene losgesagt haben. Yusuf T. wolle vor Gericht umfassend aussagen.

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