Mutmaßlicher Kinderschänder tot in Zelle aufgefunden

Als ein älterer Herr gemeinsam mit einem jungen Buben eine Bar im sizilianischen Alessandria verlässt, erkennt ein Mann in ihm seinen früheren Fußballtrainer aus Kindertagen – der ihn damals sexuell missbrauchte.

Der Mann sei selbst vor 29 Jahren von dem 63-Jährigen sexuell missbraucht worden, gibt er bei den Carabinieri an, die den Arbeitslosen, der seit vielen Jahren als Fußball-Jugendtrainer gearbeitet hatte, daraufhin festnehmen.

Dem Trainer werden sexuelle Aktivitäten mit Minderjährigen und der Besitz von Kinderpornographie vorgeworfen.

Tatsächlich erwischten die Carabinieri beim Stürmen der Wohnung den Mann, der – lediglich mit einem Leibchen bekleidet und die Unterwäsche in der Hand – aus dem Badezimmer kam. Im Wohnzimmer fanden die Beamten einen jungen Buben vor, der Fernsehen auf einem Kinderkanal schaute.

Die Beamten fanden bei der Durchsuchung Fotos und Videos einschlägigen Inhalts, auch auf dem Handy des Angeklagten, sowie Kinderkleidung und Briefe, die er sich von seinen „Schützlingen“ schreiben ließ. Der Mann wurde festgenommen und ins Gefängnis gebracht. 

Marci hat sich in seiner Zelle in Sizilien umgebracht.

Dort beging Marci Selbstmord: Die Wärter fanden den leblosen Körpers des Mannes in seiner Zelle vor. Er soll kurz zuvor um Hausarrest angesucht haben, weil die Haft in einer Zelle seine Unversehrtheit bedrohen würde, erklärte sein Anwalt Massimo Taggiasco gegenüber Ansa. Aber auch sein Verteidiger hätte sich niemals einen Selbstmord erwartet. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Samstag. 

„Er wollte mir alles erklären“, so Taggiasco weiter. Anscheinend sei selbst einst Opfer eines Missbrauchs gewesen. „Das hat ihn fürs Leben gezeichnet – entschuldigt aber natürlich in keinster Weise, was er getan hat“, so der Anwalt.

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