Prozess in Cottbus – Lange Haft für früheren Trainer aus Finsterwalde

Urteil des Landgerichtes Cottbus: fünf Jahre und drei Monaten Haft für einen Finsterwalder Kraftsport-Trainer (r.) wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in mehr als 200 Fällen. © FOTO: Christian Taubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Cottbus . Das Landgericht Cottbus sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte zwei Schwestern über Jahre in mehr als 200 Fällen sexuell missbraucht hat. Das jüngere Mädchen war zu Beginn der Übergriffe acht Jahre alt. Das Urteil: mehr als fünf Jahre Haft.

Das Landgericht Cottbus hat am Montag eine langjährige Haftstrafe gegen einen Finsterwalder Kampfsport-Trainer verhängt. Wegen des Tatvorwurfs des sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilte das Gericht Michael E. zu fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis.

Wie der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung erklärte, seien dem Angeklagten acht Fälle von schwerem sexuellen Mitbrauch eines Kindes und 198 weitere Fälle von sexuellem Missbrauch zur Last gelegt worden. Bei den Opfer hat es sich um zwei Schwestern gehandelt, zu denen der Verurteilte über die Mutter Kontakt erhielt. Während sich zwischen Michael E. und der Frau eine Liebesbeziehung entwickelte, nutzte der Mann die Kinder über Jahre aus. Die ersten Übergriffe auf die jüngere Schwester erfolgten dem Urteil zufolge im Jahre 2007. Damals war das Kind acht Jahre alt.

Dass die Straftaten über Jahre nicht bemerkt wurden, ist nach dem Prozessverlauf darauf zurückzuführen, dass die Mutter die Missbrauchshinweise lange nicht ernst genommen hatte. Beim Strafmaß bewerte das Gericht auch, dass E. die Übergriffe nie in Abrede gestellt hatte und Reue gezeigt habe.

Die Verteidigung kann innerhalb einer Woche Revision gegen das Urteil einlegen.

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Wordpress Anti-Spam durch WP-SpamShield