Prozessauftakt am Berliner Landgericht – Angeklagter bestreitet versuchten Missbrauch

Ein vorbestrafter Sexualtäter, der in Berlin-Zehlendorf einen 13-jährigen Jungen angegriffen haben soll, hat am Freitag die Vorwürfe vor dem Landgericht zurückgewiesen. Der 56-Jährige
sagte zu Prozessbeginn, er habe mit dem Schüler „nur reden wollen und ihn nicht direkt festgehalten“.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Schüler „mit sexualbezogenen Absichten“ angesprochen zu haben und unter einem Vorwand zunächst nach seinem Alter gefragt haben. „Kurz darauf packte er den Jungen kräftig am Arm und forderte ihn auf, mit ihm in einen Wald hinter der Bushaltestelle zu gehen“, heißt es in der Anklage. Als sich der damals 13-Jährige
weigerte, habe der 56-Jährige gedroht, ihn zu töten.

Der inzwischen 15-Jährige sagte als Zeuge, der Griff des Mannes sei fest gewesen und habe ihm Angst gemacht. „Es war nicht leicht, mich loszureißen.“

Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten sexuellen Missbrauch aus. Der Junge habe sich bei der Tat im Juni 2015 an einer Bushaltestelle losreißen können. Zudem habe eine Autofahrerin gehalten und dem Geschädigten geholfen.

Der Prozess gegen den 56-Jährigen, der seit den 1980er Jahren mehrfach Haftstrafen verbüßen musste und bei der mutmaßlichen Tat unter Führungsaufsicht stand, wird am 10. Januar fortgesetzt.

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