Schwerer sexueller Missbrauch von Minderjährigen, Mädchen (13) in Umkleide Aqualand missbraucht – Kölner gibt dem Kind die Schuld

Eigentlich wirkt Dennis Z. (30) fast harmlos, als er den Gerichtssaal betritt: Er hat ein „Babyface“, die dunklen Haare sind ordentlich frisiert, insgesamt wirkt er eher pummelig als bedrohlich.

Umso härter wiegen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft: neunfacher schwerer sexueller Missbrauch von Minderjährigen, davon achtmal mit vollzogenem Beischlaf.

Die Tatorte sollen laut Anklage von der Wohnung des Angeklagten über das Aqualand, ein weiteres Schwimmbad bis zu Sex im Freien reichen.

13-Jährige soll schuld sein

Gleich zum Prozessauftakt dann die Überraschung: Dennis Z., der bei der Polizei jeden sexuellen Kontakt zu dem Mädchen bestritt, gab zu, mehrfach mit der 13-Jährigen, die er im Spielzimmer seiner Nichte kennengelernt hatte, geschlafen zu haben.

Schuld sei aber eindeutig das Mädchen, das er „Schoko“ nannte. „Jeden Tag, jede Stunde hat sie mir auf Facebook und per WhatsApp geschrieben, geäußert, was sie mit mir tun würde, wenn wir zusammen im Bett wären“, so der 30-Jährige.

Außerdem habe sie ihm pornografische Fotos und Filme von sich geschickt. Irgendwann habe man sich dann in seiner Wohnung zum Sex verabredet: „Das war ganz normal“, so der Angeklagte. Dabei sei es zu Oral- und Geschlechtsverkehr gekommen.

Angeklagter legt sich mit Richter an

Auch den Missbrauch im Aqualand gestand der 30-Jährige vor Gericht: „Sie hat mich die ganze Zeit beim Schwimmen angemacht. Weil es so voll war, hat sie gefragt, ob sie mit in die Umkleidekabine kann.“ Dort kam es zum Oralverkehr.

„Sie hat das alles freiwillig gemacht“, behauptete Dennis Z., der zeitweise eine Prostituierte in seiner Wohnung anschaffen ließ.

Auf die Nachfrage des Richters, ob er auf der Facebook-Seite der 13-Jährigen ihr Alter nicht erkennen konnte, reagierte der Angeklagte pampig: „Haben Sie Facebook? Wenn nicht, haben Sie keine Ahnung und ich brauche Ihnen nichts zu erklären!“

Auch sonst sei ihm nicht aufgefallen, dass die Freundin seiner ebenfalls 13-jährigen Nichte zu jung für ihn sein könnte: „Sie sagte, sie wäre rasiert.“ Überhaupt seien ja auch manche Mädchen „frühreif“. „Meine Nichte ist ja auch 13, die benimmt sich anders“, so der Angeklagte. Der Prozess fortgesetzt.

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Wordpress Anti-Spam durch WP-SpamShield