Sexueller Missbrauch Pädophiler Fußballtrainer bestach Jungen (13) mit Zigaretten und missbrauchte Jungen mindestens 50 Mal!

Bonn –

In seinem ehemaligen Fußballtrainer hatte Tim S. (heute 16, Namen geändert) einen Vaterersatz gefunden. Doch Maik O. (47) nutzte das Vertrauen des Jungen schamlos aus – und missbrauchte Tim mindestens 50 Mal!

Fast tägliche Besuche

Maik O. (47) wohnte nur 300 Meter von Tims Schule im Bonner Umland entfernt. Fast täglich besuchte der Junge den Trainer, während sein alleinerziehender Vater beruflich stark eingespannt war.

Geheimnisse und Geschenke

O. baute ein immer stärker werdendes Vertrauen- und Abhängigkeitsverhältnis auf. So erlaubte er Tim etwa, in seiner Wohnung zu rauchen, was der Vater auf keinen Fall wissen durfte, half ihm bei Hausaufgaben. Zusätzlich bestach er den Teenager mit Geschenken wie etwa einer Softairpistole.

Im Frühsommer 2014 kam es dann zum ersten Übergriff. O. näherte sich dem Jungen (damals 13), als dieser in seiner Wohnung im Sessel saß, berührte Tim im Intimbereich.

Falls er erzähle, was in der Wohnung passiere, drohte O., werde er dem Vater verraten, dass Tim raucht. Später hat er sich laut Urteil auch von dem Jungen befriedigen lassen.

Opfer musste als Zeuge aussagen

Das hat O. im Prozess vehement bestritten. Ebenso die 100 angeklagten Fälle. Nach seiner Erinnerung seien es weniger gewesen. Deshalb blieb Tim die Zeugenaussage nicht erspart.

Der heute 16-Jährige betonte, die Ereignisse gut verarbeitet zu haben: „Ich vergesse das alles gerade, trotzdem fühle ich mich heute besser.“

Aufgehört hatten die Übergriffe erst, als Tim und der Vater Mitte 2015 umzogen. Und wohlmöglich wäre der Sex-Täter ungeschoren davon gekommen, wäre da nicht noch ein zweiter Junge gewesen.

Kumpel brachte Verfahren ins Rollen

Florian (damals 15), ein Kumpel von Tim, sagte vor Gericht, O. habe ihn bei einem Campingausflug in die Eifel angetatscht, außerdem ein Foto vom nackt schlafenden Tim gemacht.

Nur weil Florian Anzeige erstattete, der O. ebenfalls aus dem Fußballverein kannte, kamen die Übergriffe auf Tim überhaupt ans Licht.

Opfer in Sicherheit gewiegt

Der ehemalige Fußballtrainer (bislang nicht vorbestraft) kassierte vom Schöffengericht dreieinhalb Jahre Knast. „Sie haben die besondere Vertrauensstellung und die schwierige Lebenssituation des Geschädigten ausgenutzt“, schimpfte Richterin Gerlind Keller.

Durch regelmäßige Entschuldigungen habe O. Tim in Sicherheit gewiegt, um ihn dann doch wieder zu missbrauchen.

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