Talyer (1) zu Tode geschüttelt: Stiefvater zu elf Jahren Haft verurteilt

Baby starb mit schweren Hirnverletzungen

Im Prozess gegen den Stiefvater des zu Tode geschüttelten Babys Tayler (1) ist das Urteil gefallen. Der 27-Jährige wurde zu elf Jahren Haft wegen Todschlags verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er das Kind im Dezember 2015 so heftig geschüttelt habe, dass Tayler eine Woche später an den Folgen starb.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von elf Jahren gefordert. Die Verteidigung hingegen plädierte auf Freispruch. Mit schwersten Hirnverletzungen und einem Schütteltrauma war der kleine Junge in die Notaufnahme des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf gebracht worden. Der Angeklagte war zuvor mit Tayler allein gewesen.

Er hatte die Tat jedoch bestritten. Tayler habe auf dem Sofa gelegen, er habe die Spülmaschine ausgeräumt. Dann habe er bei Tayler plötzlich Schnappatmung gehört, der Junge hätte gekrampft und Blut gespuckt, sagte der 27-Jährige vor Gericht. Der Angeklagte habe dann Taylers Mutter angerufen, sie kam nach Hause und verständigte den Rettungswagen. Warum er selbst nicht direkt den Rettungswagen gerufen habe, könne er sich heute nicht mehr erklären.

Die Ermittlungen gegen die 23-jährige Mutter wurden eingestellt, nachdem der Tatzeitpunkt genauer eingegrenzt werden konnte. Das Kind stand zum Tatzeitpunkt unter Betreuung des Jugendamtes. In Hamburg hatten in den vergangenen Jahren mehrere Fälle Aufsehen erregt, bei denen Kinder ums Leben kamen, obwohl sie in der Obhut des Jugendamtes waren. Während der Ermittlungen wurde immer wieder Kritik laut, warum das Jugendamt Tayler nicht dauerhaft in einer Pflegefamilie untergebracht hat.

 

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