Vater soll seine Kinder missbraucht haben – Wegen schweren sexuellen Missbrauchs 46-Jähriger jetzt vor dem Stader Landgericht verantworten.

Der Angeklagte S. muss sich vor dem Stader Landgericht verantworten © Foto: lt

Stade/Drestedt. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs seiner Kinder muss sich ein Vater (46) jetzt vor dem Stader Landgericht verantworten. Am vergangenen Freitag begann der Prozess gegen den Witwer S. aus Drestedt (Landkreis Harburg). Ihm wird u.a. vorgeworfen, zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 sexuelle Handlungen an seinem Sohn (8) und seiner Tochter (4) vorgenommen zu haben.
So soll S. den Beischlaf mit seinem Sohn vollzogen sowie in verschiedenen Chatforen diverses, von ihm selbst aufgenommenes kinderpornografisches Material mit anderen Nutzern ausgetauscht haben.
In Live-Chats soll S. sich zusammen mit seinem Sohn nackt vor der Kamera präsentiert und u.a. auf Anweisung der Nutzerin „Kim Goldblond“ verschiedene sexuelle Handlungen an und mit seinem Sohn durchgeführt haben.
Auch an seiner Tochter soll S. sexuelle Handlungen vorgenommen und davon Bilder gemacht haben, die er ebenfalls im Internet austauschte.
S. soll zudem kinderpornografisches Material anderer Internetnutzer gekauft haben. Insgesamt fand die Polizei bei dem Angeklagten mehr als 8.100 kinderpornografische Dateien auf sieben verschiedenen Mobiltelefonen und diversen anderen Speichermedien.
Während der Anklageverlesung saß S. regungslos und mit gesenktem Blick auf seinem Stuhl. Seine Verteidigerin erklärte, dass ihr Mandat nicht in der Lage sei, sich zu den Vorwürfen zu äußern, da es „ihm nicht gut gehe“. Er sei am Abend zuvor in der JVA Bremervörde geschlagen und geschubst worden.
Die Verteidigerin kündigte aber für den nächsten Verhandlungstermin eine schriftliche Einlassung des Angeklagten an, in denen er die ihm vorgeworfenen Taten offenbar teilweise gestehen wird.

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