Verdacht auf sexuellen Missbrauch: Neuer Prozess nach Revision gestartet

FULDA – Am Landgericht Fulda ist am Dienstag nach durch von Staatsanwaltschaft und Nebenklage eingelegter Revision zum zweiten Mal ein Prozess gegen einen 52-Jährigen aus Braunschweig wegen des Verdachts auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern gestartet.


2013 war er von der Zweiten Strafkammer in Fulda freigesprochen worden. Staatsanwaltschaft und Nebenklage legten Revision ein. Im Herbst 2015 hob der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil auf. Jetzt wird vor der Ersten Strafkammer neu verhandelt.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, die Tochter seiner damaligen Lebensgefährtinzwischen 2002 und 2006 – bis kurz nach ihrem 13. Geburtstag – mindestens 20-mal sexuell missbraucht zu haben. Der Mann wohnte zu dieser Zeit mit ihnen gemeinsam im Raum Bad Hersfeld. 2009 kam es zur Trennung des Paares.

Just an jenem Tag, als der Mann die Wohnung verlassen hatte, erklärte die damals 16-Jährige ihrer Mutter, dass der Ex-Freund sie missbraucht habe. Der Beschuldigte, von der Mutter damit am Telefon konfrontiert, sei umgehend zurückgekommen und angesichts der Vorwürfe erschüttert gewesen.

Die Zweite Kammer glaubte dem mutmaßlichen Opfer nicht und sprach den Angeklagten im Oktober 2013 frei. Doch der Bundesgerichtshof, der bei einer Revision das Urteil auf Rechtsfehler überprüft, kam zu dem Schluss, dass die Beweiswürdigung lückenhaft gewesen sei.

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