Zahl der Kontaktaufnahmen steigt – Missbrauch und Mobbing in Schulen: Anlaufstelle gefragt

Osnabrück. Missbrauch, sexuelle Grenzüberschreitungen oder Mobbing in Schulen und Tagesstätten: Die Anlaufstelle des Landes Niedersachsen für derartige Vorfälle verzeichnet in diesem Jahr eine steigende Anzahl von Kontaktaufnahmen.

Aus einer Antwort des Kultusministeriums auf Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten geht hervor, dass die Anlaufstelle bis Ende Oktober 406 Hilfeersuchen registriert hat. Im gesamten Vorjahr waren es insgesamt noch 395.

Laut Ministerium ging es dieses Jahr in 71 Fällen um Missbrauch oder sexuelles Fehlverhalten. Zwei Mal habe die Anlaufstelle Staatsanwaltschaften eingeschaltet: In einem Fall wegen des möglichen Fehlverhaltens eines Lehrers. In einem anderen wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs durch einen Sozialpädagogen im Landesdienst. Weitere Angaben macht das Ministerium dazu nicht.
Lehrer suspendiert

Die „Goslarsche Zeitung“ hatte am Montag über einen Lehrer aus Langelsheim im Landkreis Goslar berichtet, der unter Missbrauchsverdacht steht. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt. Der Lehrer ist wegen der Vorwürfe vom Dienst suspendiert.

Die Anlaufstelle war noch von der schwarz-gelben Landesregierung eingerichtet worden. Seit 2012 verzeichnete sie 1854 Kontaktaufnahmen. Die Anlaufstelle ist unter der Hotline-Nummer 0511/1207120 erreichbar. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 08 bis 16 Uhr und freitags von 08 bis 12 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Per E-Mail ist die Anlaufstelle unter anlaufstelle@mk.niedersachsen.de erreichbar. Hinweise werden laut Landesregierung anonym behandelt.

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