Zweiter Prozesstag vorm Landgericht um den Killervater von Baby Senna (†, zwei Monate)

Es war ein Leben in Angst mit Schlägen und reinster Folter… Mit diesen erschütternden Worten beschreibt Mutter Jesmira S. (20) ihre Beziehung zu David L. (32).

Frankenthal – Zweiter Prozesstag am Montag um den Killervater, der am 14. Mai Baby Senna (†, zwei Monate) aus dem zweiten Stock des Mietshauses in der Kantstraße geworfen, Mutter Senna und Tochter Joana (6) schwer mit einem Messer verletzt hat und deshalb u.a. wegen Mordes vorm Landgericht steht.

►  Mit dem Foto von Baby Senna auf ihrem T-Shirt nimmt Mutter Jesmira S. im Zeugenstand Platz. Während David L. die Stirn runzelt, wie ein Kleinkind eine Schnute zieht und seine Ex mit Blicken fixiert, würdigt sie ihn keines Blickes.

Er tat mir leid. So kamen wir zusammen.“

Die junge Mutter erzählt: „Ich lernte David im Mai 2014 in der Klinik kennen. Wir hatten beide psychische Probleme. Er wollte nach der Trennung von seiner Frau vom Hochhaus springen, war drogensüchtig. Er tat mir leid. So kamen wir zusammen.“

Doch der 32-Jährige soll sich rasch als übler Schläger und eifersüchtiger Pascha entpuppt haben!

„Die Beziehung mit ihm war schlimmer als das Gefängnis jetzt für ihn sein kann“, sagt Jesmira.

►  „David war auf alles eifersüchtig. Als ich mal einen Freund tröstete, weil er weinte und ihm nur die Hände auf die Schulter legte, biss mir David ins Gesicht, beleidigte mich als Schlampe.“

►  „Einmal peitschte er mich mit der Panzerkette seines Fahrrads aus. Als ich hochschwanger in der Wanne lag und nicht mit ihm schlafen wollte, weil es weh tat, drückte er mich unter das Wasser, nahm mich mit Gewalt. Das passierte öfters. Auch einen Tag vor meiner Entbindung, trat er mich durch die komplette Wohnung, schlug mir in den Bauch, kurz darauf platzte meine Fruchtblase.“

Seine Eifersucht soll auch vor den Kindern keinen Halt gemacht haben

►  „Er erwartete, dass nur er mein Gott und Herrscher sei. Sagte, dass er mehr Liebe als 20 Kinder brauchen würde. Ich musste ihn oft wie ein Baby zu Bett bringen, ihn waschen, zudecken, ein Lied singen, manchmal sogar füttern.“

► Und er soll der jungen Frau gedroht haben: „Falls ich ihn verlassen würde, würde er mir den Kopf abhacken und ihn auf dem Marktplatz hängen. Meine ganze Familie auslöschen.“

Auch Gewaltausbrüche gegen die Kinder habe es gegeben.

►  Wenn sie David mal nicht küssen wollten, biss er ihnen ins Gesicht, bis sie bluteten. Er sagte, es seien fünf Missgeburten. Und meinte, wenn mal was passiert, könne man ja neue Kinder machen, Es sei nicht so tragisch. Nur mich könne man nicht ersetzten.“

Ich hielt den Terror nicht mehr aus“

Am Tattag will Jesmira endlich die Reißleine ziehen, ihren gewalttätigen Freund verlassen und zu ihrer Tante nach Essen flüchten. „Ich hielt den Terror nicht mehr aus. Doch David ließ sich krankschreiben, da wollte ich es verschieben, doch dazu kam es leider nicht mehr.“

Am Tatabend habe der 32-Jährige mit Freunden Kokain konsumiert. „Ich war mit den drei Kindern deshalb im Schlafzimmer, war gerade am einschlafen. Da stürmte er plötzlich rein, nahm mich in den Schwitzkasten, holte ein Messer aus der Schublade und stach auf mich ein. Ich fiel um, dachte, das Messer steckt im meinen Kopf, konnte dann aber mit Hilfe von seinem Kumpel Arthur flüchten und einen Mann auf der Straße anhalten, der dann die Polizei holte.“

Sie weint: „Doch für meinen süßes Engel kam jede Hilfe zu spät…“

David L. warf die gemeinsame Tochter Senna vom Balkon in den Tod.

Prozess geht weiter.

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